Dichter Nebel am toten Fluss
Mut unterwirft sich der Zensur.
Wörter stehen versteckt im Kopfstau fest.
In der Nacht, in den Träumen, steht ein Teil von mir in einem zweihundert Meter langen [ ... ]
Es gibt Zimmer in meinem Herzen, die ich nicht betreten mag.
Es gibt Bereiche in meinem Geiste, die mir verschlossen bleiben am hellen Tag.
Nur in der Nacht, im tiefen Schlaf, sprechen meine [ ... ]
Ich lass’ dich los
Unsere Herzen standen nah beieinander und wurden von den Sternen gesehen.
Aber Sterne sind irgendwann müde und vergehen.
Ich lass’ dich los, damit ich weitergehen [ ... ]
Die Trauerweide
Die Zeit lässt das Leben welken.
Alles geht vorüber, alles Schöne nimmt sie mit.
In roten und weißen Gewändern lege ich sie ab bei dir, die Nelken.
Du bist in mir, meine [ ... ]
Ein Traum von einem anderen Leben.
Geträumt in einer anderen Welt.
Neue Ufer ohne Rand unter goldenem Himmel.
Im silbrig glänzenden Lichte, das Denken in einen tiefen Schlafe fällt.
Im [ ... ]
Dein Bild im Rahmen
Wandert.
Kippt.
Verblasst.
Neue Falten.
Alte Fragen.
Eine Stirn, die leise lacht.
Doch tief in dir hängen andere Rahmen.
Eingebrannt wie frische Narben.
Ohne [ ... ]
Borstige Tage.
Eintausend Reime auf das Wort Klage.
Feuchte Stunden muffig und klamm.
Es grast irgendwo im Nirgendwo ein schwarzes Lamm.
Der Kopf zerbricht in der Brandung des Seins.
Gefühle [ ... ]
Erdbeermond
In einer lauen Nacht, in der die Grillen zärtlich und heiter musizieren.
In dieser warmen Nacht bleiben meine Lippen von deinem Erdbeermund nicht verschont.
Was kann ich schon [ ... ]
Ein letztes Blatt
Fällt in die Tiefe des Vergessens.
Einst war es anmutig und farbenfroh, in Farben frühlingsgrün und herbstrot im Baumkleid getragen, nun legt es ab die Lebensmüh und gleitet [ ... ]
Erstaunt verweile ich im Lauf der Zeit,
betrachte still, was Menschen wichtig nennen;
wofür sie kämpfen, woran sie sich erkennen,
und fordern Anteilnahme, weit und [ ... ]
Einst lebte eine braune, große Stute auf einem wohlhabenden Reitergut. Sie war klug und lernte schnell, was ihr beigebracht wurde. Doch die Stute gehörte einem strengen Herrn, der sie unentwegt [ ... ]
Der Moment, da die Schuhspizen über den Rand einer Klippe ragen , das Mark in den knochen zu gerinnen beginnt und der Geist zwischen Abchied und Heimweh gemeinsame Tränen vermischen, ist der [ ... ]
Sie durchquerten einen Raumsektor, in dem es außer einer undurchdringlichen Schwärze, nichts gab, dass seine Aufmerksamkeit erfordert hätte. Der Bildschirm an der vorderen Wand der Brücke war [ ... ]
Sabrina zögerte vor der Eingangstür. Das dröhnende Bassgewitter aus dem Inneren der Wohnung ließ die Luft vibrieren. Normalerweise wurde sie nicht zu Partys eingeladen. Warum auch heute? Sie [ ... ]