Die Suchende

„Ich geh´ wieder ins Bett.“ So hat mein Tag heute angefangen..Regen.Durch den Regen gehe ich wieder zurück zu der Gartenhütte die sich zuhause nennt. Es regnet seit 4 Tagen, es scheint als würde sich das Wetter meiner Stimmung anpassen. Es waren schwere Tage, Tage es Grübelns, der Verwirrung und des verzweifelt sein.

Ich bin Lisa, 20 Jahre und komme aus Deutschland, ich bin eine Reisende.
Seit einiger Zeit bin ich schon auf meiner Reise, meiner Suche, die mich so einige Kraft kostet.
Nachdem meine Eltern sich vor 3 Jahren getrennt haben ist einiges in meinem Leben passiert und ich merke dass ich mittendrin in einem großen, verwirrenden Dschungel der Entscheidungen stecke.
Nach dem ich vor 2 Jahren mit der Schule fertig war ,laufe ich verwirrt umher und versuche zu verstehen, meinen Platz zu finden und auf einer gewissen weise anzukommen. Mein Weg besteht aus totaler Verwirrung gewürzt mit kleinen funkelnden Momenten des Verstehens und der Harmonie. Diese Momente sind der Grund, dass ich weiter mache, ich fordere mehr. Von mir selber und von meinem Leben.

Ich habe noch nie wirklich etwas geschrieben deshalb verzeiht mir meine Gedankensprünge und Tippfehler, ich möchte euch ein Stück von meinen Gedanken schenken und vielleicht einen kleinen Trampelpfart im Dschungel finden. Das geht an alle die Leute, die Suchen, alle die diejenigen die etwas entdecken möchten und die etwas von sich selber fordern. Bleibt am Ball und krempelt von Zeit zu Zeit euer Inneres nach Außen. Zeigt der Welt was in euch vorgeht und lebt in vollen Zügen dann werdet ihr immer eine wahre Antwort zurück gekommen und immer ein Stückchen weiter voran kommen.

Vor 18 Monaten habe ich mich das erste mal getraut einen Schritt zu wagen der mir Angst bereitete, der mich forderte und der mich an meine, wie ich damals naiv dachte, an meine grenzen stoßen ließ. Nach unendlichen 13 Jahren in der Schule in der ich mich nicht mal getraut hab auch nur darüber nachzudenken meinen eigenen Weg einzuschlagen, buchte ich mir noch im selben Jahr ein Ticket nach Neuseeland. Ich wollte eigentlich immer reisen und mich selber entdecken, also tief im inneren aber so wirklich bewusst klar war mir das nicht. Ich hatte nie diesen einen großen Traum des Reisens wenn Leute mich fragten was ich mit meinen leben machen wollte. Aber mir was definitiv klar, dass ich meine zeit auf dieser erde nicht damit verschwenden werde Studienfächer zu suchen die ich belegen könnte um später Geld zu verdienen und im Endefekt nach 2 Jahren was anderen zu machen.Ich wusste also nicht wirklich was ich will und fühlte ich scheußlich damit . So unnütz so hilflos jung und verwirrt.Wie kann man so viele Möglichkeit haben und sie nicht ausnutzen ?Wie kann man den bloß nicht wissen was man will?Und wie ich jetzt gerade denke am bescheuertsten: wie man sein Abitur “wegschmeißen“. Ich versuchte also Pläne zumachen was ich machen könnte und wechselte sie fast täglich; bis mich niemand wirklich für voll hielt eingeschlossen mich. Ich rann also davon. Und weil ich nie so wirklich die Gelegenheit selber große Entscheidungen zu treffen,flog ich kurzer Hand zu meiner besten Freundin nach Neuseeland.
So fing also alles an.

Mein Drang auf Veränderung trieb alles an. Immer mehr sehen, fühlen und frei sein.
Als ich nach über 20 stunden am Flughafen in Christchurch total übermüdet und krank angekommen bin, liefen mir zwei Hippies freudig lachend entgegen. Barfuss, braun gebrannt , ungewaschen und ein dickes Lachen im Gesicht : meine beste Freundin und ihr Partner.
Damals war ich noch mit meinem Exfreund zusammen. Seit 3 Jahren





4.45Uhr der Wecker klingelt, Zeit aufzustehen, es ist Donnertstag der 24.01.2019.Draußen schneit es, ich habe Bauchschmerzen von zu viel Schokolade und bin müde von der Arbeit. Schichtdienst, in einem Krankenhaus in Münster. Ich vermisse.
Suche immer noch nach etwas Wahrhaftigen immer noch kommen Höhen und Tiefen und immer noch strebe ich nach etwas höheren. Aber ich bin wieder in Deutschland, bin im System und mache eine Ausbildung.
Einen kleinen Unterschied gibt es jetzt zu vorher, Ich lebe mit meinen Erwartungen eher in der Zukunft anstatt in der Vergangenheit . Obwohl ich doch lieber im hier und jetzt leben möchte. Die Tage gehen vorüber der Winter ist nass und grau jeden Tag aufs neue bin ich jetzt auf mich gestellt um mein Leben hier in der neuen Stadt ohne Partner zu gestalten, so dass ich glücklich bin. Aber geht das überhaupt ? Oder bin ich einfach nicht dafür gemacht glücklich zu sein ?
Wo mein Leben wohl so hin führt. Das Gefühl des Alleine sein und Unabhängigkeit scheinen allerdings Themen zu sein die immer wieder in meinen Leben auftauchen und sich wie ein roter Faden durch meine täglichen Gedanken und Aufgaben zuziehen.
Da frage ich mich doch, muss Wachstum immer weh tun ? Muss man immer nach etwas höheren Streben ? Oder würde es manchmal nicht auch besser sein sich mit etwas zufrieden zugeben ?

0.13Uhr sitze in einer Wohnung in Witten.Bin in einer WG gelandet. Nach ein paar mehr Monaten mehr reisen in Thailand und Südamerika. Und haste das Glück jetzt gefunden ? Nop sicher nicht. Hab so ein paar Sachen mehr entdeckt und mich mit ein paar Sachen auseinander gesetzt aber hab das gefühl dass ich nicht viel davon behalten habe. Also wieder das gleiche grübeln darüber was Sinnvoll ist zumachen in seinem Leben.


© Wookylynn


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