Da, wo ich her komm’, bin ich fort,
ich lebe nun an einem anderen Ort
und trag’ in mir die Bilder noch aus jener Zeit.
So viele Jahre ist es her,
doch die Erinnerung fällt mir nicht schwer,
so viel erlebt, so vieles auch versäumt.
Wenn man ein Kind ist, dann erscheint einem die Welt
so wie ein großes buntes Zirkuszelt,
wo so viele schöne Wunder geschehn,
und man will sie sofort alle verstehn.
Man ist gefangen zwischen Tag und Traum
und dass die Zeit vergeht, das merkt man kaum,
ein jeder Tag ist wie ein neues Land,
vollkommen brach und noch unbekannt.
Der erste Kuss noch voller Scham,
weil damit plötzlich alles anders kam
und man die Grenze seiner Kindheit überschritt.
Der erste Liebesbrief misslang,
man gab sich cool und war noch nie so bang,
so große Sehnsucht und zum ersten Mal verliebt.
Mit einem Mal nimmt man sein Leben in die Hand
und geht hinaus in dieses Wunderland,
doch diesmal spürt man den rauh gewordnen Wind
und dass die anderen nicht immer freundlich sind.
Man fühlt sich mit der Zeit getrieben und gehetzt
und dass man älter wird, das merkt man jetzt,
ein jeder Tag ist wie ein altes Lied,
man weiß schon, was geschieht.
Ich hab gelacht und auch geweint,
hab, was ich sagte, oft nicht so gemeint,
bin meinen dummen Träumen hinterher gerannt.
Hab meine Zeit auch oft vertan,
wollte wohin und kam doch niemals an,
in mir die Sehnsucht hat unentwegt gebrannt.
Ich würd’ so gern den Ort noch einmal sehn,
an dem als Kind so viele Wunder geschehn,
ich hätt’ so gern noch mal die Zeit zurück,
voll unbeschwertem Glück.
Man war gefangen zwischen Tag und Traum
und dass die Zeit verging, das merkte man kaum,
ein jeder Tag war wie ein neues Land,
vollkommen brach und noch unbekannt.
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]
Sie wollte…,
Sie konnte …,
Sie durfte …,
Und sie wollte immer wieder!
Doch sie konnte nicht!
Durfte sie nicht?
Nein, sie konnte nicht!
Wollte sie nicht?
Doch sie [ ... ]
Ja, ich projiziere.
Ich projiziere auf Menschen,
Die so sind,
Wie ich gerne wäre.
Dann denke ich,
Dass ich so sein würde,
Wenn ich Teil ihres Lebens sein könnte.
Aber was würde das [ ... ]