''X-Files - Das Unfassbare'' (Staffel 4: Episode 5)

An alle Leser dieser Geschichte: "X-Files" steuert mit großen Schritten dem Staffelende entgegen und ich denke es ist an der Zeit euch mitzuteilen, dass es auch das Ende der gesamten Reihe sein wird. Ich habe mich entschieden, dass ich mich im Sommer anderen Projekten wie einer weiteren Runde von "Autorentod" und einer völlig neuen Geschichte widmen möchte. Damit gehen die Lichter für "X-Files" am Ende der 10.Episode dieser Staffel endgültig aus. Danke für euer Interesse und eure Unterstützung bis hierhin. Ich hoffe, ihr werdet mir auch in neuen Geschichten die Treue halten.

Staffel 4 - Episode 5: Tschernobyl heute

Stella und Clarke durften den Wagen nicht verlassen, bevor sie sich nicht in einen Schutzanzug gezwängt hatten. Dieser sollte sie vor der noch vorhandenen Strahlung in Tschernobyl schützen.

Am 26.April 1986 hatte sich dieser Unfall ereignet und die Menschheit wurde im Dunkeln darüber gelassen, was wirklich geschehen war. Die Bevölkerung, die davon betroffen war, wusste lange nicht, was mit ihnen geschah. Die Strahlungswerte stiegen ins Unzählbare, nachdem Block 4 des Atomkraftwerkes in die Luft geflogen war. Die Menschen in Prypjat traf es am schwersten. Im 1200 km entfernten Atomkraftwerk "Forsmark" in Schweden stiegen die radioaktiven Werte ebenfalls in schwindelerregende Höhe, wobei man einen Unfall im Atomkraftwerk vor Ort ausschließen konnte. Sofort wurden die Arbeiter dort aufmerksam und durch Errechnung der Windrichtung konnte man den Entstehungsort schnell festlegen. Erst jetzt wurde der Welt bewusst, dass sich eine Nuklearkatastrophe ereignet hatte. Diese wurde schnell als katastrophaler Unfall eingestuft. Sogenannte Liquidatoren begannen sofort nach dem Unglück die am schlimmsten betroffenen Gebiete mithilfe eines Stahlbetons abzudichten. Diesen nennt man auch "Sarkophag". Dieser provisorische Schutzmantel würde nicht ewig halten. Das war schon 1986 vielen klar. Deshalb arbeitet man bis heute an der Abdichtung des alten Mantels durch einen neuen "Sarkophag", der über dem Dach des anderen Mantels errichtet werden soll. Dieser angeblich haltbare Mantel soll uns für viele weitere Jahre schützen und ein erneutes Austreten von radioaktiven Stoffen verhindern, die noch immer im Inneren des Reaktors brodeln.

Angekommen in Prypjat versetzte es Stella eine Gänsehaut. Auch Clarke konnte seinen Blick einfach nicht mehr anwenden. Diese Umgebung faszinierte und wirkte gleichzeitig bedrohlich. Man konnte selbst in den Schutzanzügen die lauernde Gefahr spüren. Warum genau sie hierher mussten war ihnen nur in wenigen Worten gesagt worden. Dass hier wieder Menschen lebten und direkt am Reaktor arbeiteten, war ihnen klar. Prypjat war mittlerweile eine Geisterstadt. Hier sah es aus wie nach einem Krieg. Alles war verlassen und jeder Gegenstand lag noch genau dort, wo er 1986 lag. Manche Häuser waren renoviert worden und etwa 300 Fabrikarbeiter lebten dort. Die sogenannten Liquidatoren. Sie sorgten dafür, dass hier nicht wieder eine Katastrophe geschah. Mittlerweile waren alle sonstigen Reaktoren abgeschaltet worden.
Doch Stella und Clarke sahen hier niemand. Keine Arbeiter. Keine Bewohner. Es war völlig ruhig. Tiere hatten sie bisher auch noch keine gesehen. Clarke zog einen Umschlag heraus und öffnete ihn. "Wir werden gleich wissen, warum wir hier sind!", sagte er zu Stella und beide warteten gespannt auf die Zeilen ihres Auftraggebers. Ihre Untersuchungen galten, wie sie kurz darauf lesen konnten, gar nicht dem Kraftwerk oder dem Sarkophag. In einer Nacht von Samstag auf Sonntag vor 14 Tagen sei etwas vom Himmel gefallen und nahe Prypjat abgestürzt. Man nehme an, dass es sich um einen Helikopter gehandelt haben könnte, andere sahen darin direkt den Absturz eines UFOs. Ihr Auftrag war es die Absturzstelle zu finden und festzustellen, was hier wirklich geschehen war. Mit Anwohnern zu sprechen machte vorerst keinen Sinn, denn hier war niemand. Weit und breit war es einsam und leer. Dennoch musste jemand der Arbeiter etwas davon mitbekommen haben. Irgendjemand musste doch hier sein. Die Nachrichten hatten über diesen Vorfall bisher nicht berichtet. Es war angeblich eine geheime Sache und irgendwie wirkte es auf Stella und Clarke fast so, als wollte man etwas verheimlichen. Etwas Unfassbares. Da wusste jemand ganz genau, was hier abgestürzt war. Und nicht ohne Grund hatte man zwei Experten des Übernatürlichen nach Prypjat geschickt. Sie mussten mit allem rechnen. Aber vor allem ihr Leben dabei zu verlieren...

Fortsetzung Folgt!

Seralgo Refenoir


© Seralgo Refenoir


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