Zaghaft betret ich ihre Stätte
Ein Fehltritt wär wohl jetzt fatal
So wie sie es gerne hätte
Beweg ich mich hier nun einmal
Unwohl fühl ich mich getrieben
Meinen Körper zu begeben
In Ihren gottesgleichen Segen
Auf das Sorgen Nöte Schmerzen
Ganz auf Ihrer Schwelle blieben
Kälte schlägt in mein Gesicht
Werde ich nun abgewiesen?
Werd Ihrer niemals würdig sein?
Ganz im Schmutz der Welt geblieben
Sieht sie denn mein Elend nicht?
Doch ich kenne Ihre Weise
Will Sie ganz für mich gewinnen
Ihre Wohltat zu erringen
So beginne ich die Reise
Meine Hand soll Sie umgarnen
Mal hierhin und mal dorthin fahren
Und nach viel zu langer Weile
Merke ich wie von ganz oben
völlig ohne jede Eile
Sie sich zu mir wenden will
Ich sie weiter drehend lobe
In dem Tanz den wir alleine
Hier In ihrem Tempel drehn
Berauschend strömst Du auf mich nieder
Fast möchte ich mich niederknien
Und singen eines meiner Lieder
Die nur für Dich bei Dir ertönˋ
Ich sauge deinen Duft nach innen
In meinem Kopf beginnt das Glück
Der Sinne ewig junges Stück
Dass nur deine Jünger kennen
Viel zu schnell ist es vorüber
Und ich ahne was zu tun
Ich nun so lange werden muss:
Ohne deinen lieben Kuss wird
mein Geist und Körper ruhn
So hülle ich mich in die Stoffe
Dieser schmutzbedeckten Welt
Welche mich wie ausgestossen
von Dir und Deinen Freuden hält
Und ich flehe zu den Göttern
Zu den Vätern und den Müttern
Seht mich nackt und kalt hier stehen
Erbarmt euch alle meines Zitterns
Gebt mir mit ihr ein Wiedersehen
Früh am Morgen,
wenn der Wecker klingelt,
schlafen meine Augen noch
und ich bin in Gedanken,
bei meinem letzten Traum,
der jetzt zerbrochen
vor mir liegt.
Ein neuer Tag beginnt, noch unberührt und weit,
der frühe Wind verweht den Staub der Dunkelheit.
Stille füllt den Glanz, die Welt hält den Atem an,
weil im hellen Schein das Werden neu [ ... ]