'Riechst du den Duft des Berglorbeer?'
Fragt der Meister seinen Schüler
Der ihn so bat um eine Lehr’
Denn er wäre gerne klüger
Erleuchtet sein, das wünscht er sehr
Das m u s s was ganz Besond’res sein
Die Meister sind es jedenfalls
Erlöst zu sein, im Herzen rein
Furcht und Leiden keinesfalls
Ergründet haben, was geheim
Das ist so schwer nicht, wie man meint
Offenbar ist es vor Augen
Ein kleiner trügerischer Schein
Raubt uns ständig uns'ren Glauben
Wir s i n d im Licht jahraus jahrein
All uns'ren Kleinmut, die Bedenken
An uns zu zweifeln, an der Welt
Könnten wir uns grossteils schenken
Wenn man einfach innehält
Um die Verwirrung zu beenden
Mal hilft da ein klarer Wille
Mal das Rauschen eines Bachs
Vielleicht auch mal die bitt’re Pille
Ein Vogel singend auf dem Dach
Ein paar Augenblicke Stille
Beschreibung des Autors zu "Erleuchtung - eine Zen-Geschichte"
Ein Zen-Schüler, der die Erleuchtung suchte, beklagte sich bei seinem Meister ständig darüber, dass dessen Erläuterungen unvollständig seinen und der Meister ihm irgendeinen entscheidenden Hinweis vorenthalte. Der Meister versicherte, dass er ihm nichts vorenthalte. Der Schüler bestand darauf, dass es etwas gebe, was der Meister ihm vorenthalte. Der Meister bestand darauf, dass er ihm rein gar nichts vorenthalte. Etwas später gingen die beiden auf einem Pfad durch die Berge spazieren. Plötzlich sagte der Meister: 'Riechst Du den Duft des Berglorbeers?' Der Schüler sagte 'Ja.' 'Siehst Du,' antwortete der Meister, 'ich enthalte Dir gar nichts vor.
Manchmal fühlst du dich wieder wie ein Kind,
das durch die Nächte jagt im leisen Wind.
Die Jahre werfen Schatten auf dein Gehen,
auf dem weichen Boden bleibt ein leises Auferstehen.
Früh am Morgen,
wenn der Wecker klingelt,
schlafen meine Augen noch
und ich bin in Gedanken,
bei meinem letzten Traum,
der jetzt zerbrochen
vor mir liegt.
Die dir sagen, du könntest nicht lieben.
Die dir sagen, du könntest nicht weinen.
Und wenn morgens die Sonne aufgeht,
erkennst du die Wahrheit, weil [ ... ]