Aus einer Augenblicksstille

© Volker Harmgardt

Tag für Tag
bei Sonnenlicht
folge ich der Spur
der Vergangenheit
Nachts wenn Angst
sprudelt träume ich
träume ich die fahle
Gegenwart den grellen
Schatten schon im
Augwinkel erzittern
mundversiegelt
die Wortgerüste auf
der Zunge belegte
Sprachen alles taub
löst sich erst löst sich
mit den Zukunftstränen
aus dem Ungleichgewicht
hier vor Ort im Leben
irgendwie gefunden
im krummen Alphabet


© Volker Harmgardt


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Beschreibung des Autors zu "Aus einer Augenblicksstille"

Zu diesem Text kann
und will ich keine
Beschreibung liefern.
Man möge sich rein-
lesen, ja reindenken !
Danke und beherzte
Grüße, Volker

(Ursprünglich sollte
es ein Haiku werden)

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Kommentare zu "Aus einer Augenblicksstille"

Re: Aus einer Augenblicksstille

Autor: Verdichter   Datum: 18.02.2021 0:45 Uhr

Kommentar: Lieber Volker,

ich habe deinen Text mehrfach gelesen, sozusagen hin- und hergedreht, mal so und mal anders betont. Und so fand ich ganz viel darin an Worten, an Augenblicken, an Gedankenfäden, die weitergesponnen wurden. Ich habe außergewöhnlich viel Zeit hier verbracht - und jede Minute war ein Genuß!
Gruß, Verdichter

Re: Aus einer Augenblicksstille

Autor: Volker Harmgardt   Datum: 20.02.2021 13:49 Uhr

Kommentar: Vielen, lieben Dank, ich weiß um die Kompliziertheit meiner Texte, jedoch ist das genau die Herausforderung in unserer Sprache. Manchmal ist es bei mir so, dass ich durch Ängste und Schmerzen, aber auch von Glück und Freude angetrieben werde. Da beginnt dann mein Sprachfaden und er endet häufig nach drei kurzen Zeilen, wenn ein Haiku enstanden ist oder ich treibe stromabwärts mit meinen Worten und lande im Meer, wo ich mich finden muss. Wichtig ist unsere Fantasie in dieser verdammten Coronazeit und mögen wir die Kraft behalten, um bald der Kunst wieder Freiraum zu bieten. Mit dieser Hoffnung lebe ich und grüße Dich,
Volker ;-)

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