Wie herrlich hell der Morgen
Das restezehrende Dunkel der Nacht vertreibt!
Summend lärmend legt sich Umtriebigkeit
Auf die Wälder und übertönt alle Sorgen.

Glitzernd nass umarmt der Tau die Netze
Und kühlt die Gemüter im Glanz der Sonne,
Die räkeln sich diamanten voll Wonne
Ein letztes Mal bevor sie sich zur Ruhe betten.

Bald schon wird eine erholsame Trägheit einkehren
Und die Blätter sich in ihre Abendgarderobe kleiden.
Der geduldige Blick kann sich an der feurigen Schönheit weiden
Unfähig, sich gegen den goldenen Charme zu wehren.

Und ganz langsam macht sich Stille breit,
Während die Natur unter einer weißen Decke
Vorsichtig den Atem anhält und im Frühjahr keck
Die staubigen Häupter von uraltem Traum befreit.


© Bücherdiebin


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Kommentare zu "Ein uralter Traum"

Re: Ein uralter Traum

Autor: Vergissmeinnicht   Datum: 02.09.2019 10:29 Uhr

Kommentar: Sehr Poesievoll geschrieben... gruß Vergissmeinnicht.

Re: Ein uralter Traum

Autor: Bücherdiebin   Datum: 02.09.2019 21:42 Uhr

Kommentar: Danke, liebe Vergissmeinnicht! Einen schönen Abend wünsche ich dir. LG

Re: Ein uralter Traum

Autor: possum   Datum: 03.09.2019 2:36 Uhr

Kommentar: Wunderschön ist dies eingewebt für den Leser, liebe Bücherdiebin, da hält man sehr gerne an und genießt,

ganz lieben Gruß!

Re: Ein uralter Traum

Autor: Verdichter   Datum: 04.09.2019 14:04 Uhr

Kommentar: wunderschön geschrieben und je mehr ich deine Zeilen einsickern lasse, desto mehr macht sich Stille auch in mir breit.

Gruß, Verdichter

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