Schallender Donner hallt über das Land.
Regen schlägt Blasen im Fußhohen Nass.
Die Blitze des Himmels sind abwärts geflammt.
Es dampft von den Böden im klatschwarmen Gras.
Gedankenversunken schreite ich fort,
so ginge ich gerne hinaus.
Bedeckt wär mein Leib nur mit luftigem Shirt.
Mein Schuhwerk blieb trocken Zuhaus.
Ich schaut in den Himmel, gewaltiger Kraft.
Es prickelt auf meinem Gefieder.
Ich fühlte die Wärme, das Leben, die Macht.
Die Natur singt mir eins seiner Lieder.
Doch, sitz ich am Fenster, bei weißem Papier
und lass mich von dort inspirieren.
Ein Bund, bunter Stifte flüstert zu mir,
mein Gefühl auf das Blatt zu kreieren.
Satt sind die Farben, in saftigem Grün,
mit Blumen getupft, für das Glück.
Ein Wolkenmeer stürmt meiner Laune so kühn,
wirft sein Schatten zur Erde zurück.
Biegende Birken, durch Sturmes Gewalt,
versuchen ihr Laub zu bewahren.
Und auf jener Wiese, in Tropfengestalt,
steh ich, mich im Regen zu aalen.
Gewitter bringt Farben, in seltsamen Licht,
ich zeichne noch ein Regenbogen.
Ich spüre das Leben und ermutige mich,
lass mein Schuhwerk auf trockenem Boden.
Kommentar:Ach ja, so ein Spaziergang im Regen kann wunderbar sein. Aber nein, du hast ja von innen nach außen geschaut und den Regen bestaunt.
Jedoch, wenn ich das richtig deute, dann hast du, nachdem du alles niedergeschrieben und deinen Regenbogen gemalt hast, doch noch deinem Inneren nachgegeben und ein Tänzchen im Regen gewagt... bravo lieber Jens!
Früh am Morgen,
wenn der Wecker klingelt,
schlafen meine Augen noch
und ich bin in Gedanken,
bei meinem letzten Traum,
der jetzt zerbrochen
vor mir liegt.
Ein neuer Tag beginnt, noch unberührt und weit,
der frühe Wind verweht den Staub der Dunkelheit.
Stille füllt den Glanz, die Welt hält den Atem an,
weil im hellen Schein das Werden neu [ ... ]