Noch spüre ich, wie deine Hand sich um mein Leib, den kalten, schlingt
Und dein schales Lachen tief und immer tiefer in mich dringt
Bis meine Grenzen nichts mehr halten und ich ganz und gar zerspring
Mich schließlich öffne und mein letztes Lied, das mir noch bleibt, verklingt

Die letzten Worte werd ich sprechen, bis mir hörn uns sehn vergeht
Mein letzter Pulsschlag stummt, mein Herz in meinem Körper nicht mehr bebt
Auch wenn ich nichts mehr denke, seelenlos im Äther schweigend schweb
So weiß ich dennoch eines: Früher habe ich, vor langer Zeit, gelebt

Gib Vergessen und die Lichter, für die dunklen Pfade mir
So dass ich auf dem Gang zum Throne für die Ewigkeit regier
Meine Stimme hart wie Eisen, weich wie Butter, steht's loyal
Sie schlägt die Sünder, straft die fremden Blicke, sei es mir egal

Ich werd nie wieder sterben, werde niemals wieder bei dir sein
Kein Leben mehr in meinem Geiste, schließlich bleibe ich allein
Dein Lachen führt die heiße Klinge, steckt in meinem Auge fest
Geblendet spricht die weiche Stimme, gibt mir schließlich noch den Rest

Und alle Schatten kichern, strömen alle ins Gewissen ein
Verlangen Reue, spannen Fäden zwischen uns im Kerzenschein
Oh Nacht der Nächte komm schnell näher an den Leib, den kranken mein
Verbrenn mein Leben und die Sehnsucht, die sich in mir einst vereint


© Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieses Textes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung von Roberto Reuschel reproduziert werden oder unter Vewendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.


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