Mich friert in der Sonne

© Karlo

Mich friert in der Sonne

Teile mit allen das Schicksal,
beruhige ich mich schwach.
Viel wird von der Wahrheit geredet,
doch in dieser Zeit trifft sie sich
nicht auf den Strassen, nur in mir selbst.
Werden wir morgen dafür bezahlen,
frage ich mich betrübt.
Ich will erzählen,
die Stimme wird eisen schwer,
die Bilder zerschlagen an ihr
und der Himmel weitet sich in Unnahbarkeit.
Tränen laufen, versiegen ohne Hoffnung
auf dem Boden vergeblicher Mühe.
Mich friert in der Sonne,
wie blutroter Mohn schreit die Erinnerung,
aus mir dieser Tage.

© Karlo


© Karl-Heinz Hübner Alle Rechte vorbehalten,besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung,sowie Übersetzung.Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!


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Kommentare zu "Mich friert in der Sonne"

Re: Mich friert in der Sonne

Autor: mychrissie   Datum: 07.03.2018 19:24 Uhr

Kommentar: Super! Das erinnert mich an ein Kürzest-Gedicht, das sogar mal auf einem großen 18/1-Bogenplakat plakatiert war, ich erinnere mich nicht, in welcher Stadt.

Es lautete: "Ich bin nicht kalt. Mir ist kalt."

Re: Mich friert in der Sonne

Autor: Karlo   Datum: 01.05.2018 9:43 Uhr

Kommentar: Hallo mychrissie,
vielen Dank für deinen netten Kommentar! Antwort mit Verspätung, entschuldige!
Es waren Zeilen, die durch das Geschehen in jeglicher negativer Form, die Menschen und unsere Erde belasten, entstanden sind.
Aber ich denke die Menschheit wird sich ändern, sie hat auch keine andere Wahl!
LG
Karlo

Re: Mich friert in der Sonne

Autor: mychrissie   Datum: 01.05.2018 11:07 Uhr

Kommentar: Hi Karlo,
eine Wahl hat die Menschheit noch: die Tatsache hinzunehmen, dass sie wie jede Spezies ein Verfallsdatum hat.

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