Bin heute aufgewacht
völlig verstört, völlig zerstört
wollt‘ nur mehr weinen
hatte keine Kraft.

Nur noch zwei Tage
die muss ich überstehen
Dann- fallen lassen
einfach untergeh‘n

Untergeh‘n in einem Meer von Tränen
die dann hoffentlich geweint
fühle mich unendlich klein
schutzlos und zerbrochen

Hatte lang nicht das Gefühl
Hab‘ es fast vergessen
hat mich eingeholt, mich fest gepackt
konnt mich nicht dagegen wehren

Hab‘ versucht an dich zu denken
Warst unendlich weit entfernt
bin im Tränenmeer geschwommen
Wenn auch nur
In meiner Fantasie

Werde ich den Neustart schaffen?
Hab‘ ich diesmal noch die Kraft?
Lohnt es sich den Mut zu haben
aufzutauchen - aufzusteh‘n?

Hab‘ so oft an dich gedacht
bist unendlich weit entfernt
spürst du meine Seele brennen?
begleitest du mich durch meine dunkle Nacht?

Willst du meine Liebe haben
Liebe, die unendlich ist—?
die nichts erwartet und alles verzeiht
in ihrer Ehrlichkeit?

Hab nur einen Wunsch im Leben:
Tu mir bitte niemals weh!
Bin zerbrechlich- bin verletzlich
weil ich völlig offen bin.

Schenk den Himmel dir auf Erden
will nur, dass du glücklich bist
pflück’ für dich die vielen Sterne
die deine Träume und Wünsche sind

Werde dich niemals besitzen
kann dich deshalb nie verlieren
lass dich spüren-grenzenloses Vertrauen
bring dich hin - ganz nah zu dir

Zeig dir eine neue Welt
voll Vertrauen und auch Glück
Eifersucht ist nicht zu finden
Zweifel haben keinen Platz

Bin dem Tränenmeer entstiegen
sitz‘ am Strand und atme tief
spür‘ die warmen Sonnenstrahlen
spür‘,dass ich am Leben bin

Willst du meine Liebe teilen?
Liebe, die unendlich ist?
Gehen wir den Weg gemeinsam?
Bis ans Ende, du und ich ?


© Karin 1602


11 Lesern gefällt dieser Text.








Unregistrierter Besucher

Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher

Diesen Text als PDF downloaden




Kommentare zu "Tränenmeer"

Re: Tränenmeer

Autor: erleben   Datum: 15.10.2019 21:24 Uhr

Kommentar: hallo karin,

i weiß nur zu gut, diese schmerzen zu ertragen!

bin hautnah in deinem gedicht!

lg erleben

Re: Tränenmeer

Autor: Karin1602   Datum: 16.10.2019 6:04 Uhr

Kommentar: Hallo erleben, vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, dieser Zustand kann die Hölle auf Erden sein- doch das Gedicht zeigt auch, dass es wieder einen Weg heraus gibt- Süd der Dunkelheit ins Licht. Lg

Re: Tränenmeer

Autor: Scully van Funkel   Datum: 16.10.2019 9:51 Uhr

Kommentar: Schöne Prosa, die zum Philosophieren anregt.
-------------------------------
Es gibt keine erwartungsfreie Liebe,
denn Gefühle können niemals altruistisch sein.

Re: Tränenmeer

Autor: Karin1602   Datum: 16.10.2019 15:56 Uhr

Kommentar: Lieber Scully van Funkel, ich glaube fest daran, dass es erwartungsfreie Liebe gibt! Denk an die Liebe, die Eltern ihrem Kind entgegenbringen. ! Das Kind wird geliebt, einfach weil es ist. So kann man auch einen Erwachsenen lieben!

Re: Tränenmeer

Autor: NERVENSCHMIED   Datum: 16.10.2019 16:24 Uhr

Kommentar: Wow,das ist echt gut geschrieben und gefühlt...alle Achtung!Liebe Karin,ich bin echt beeindruckt!LG NERVENSCHMIED

Re: Tränenmeer

Autor: Karin1602   Datum: 16.10.2019 20:35 Uhr

Kommentar: Lieber NERVENSCHMIED, vielen Dank! Ich denke, meine Zeilen kommen deshalb gut an, weil sie zu 100% authentisch, ehrlich sind. Exakt diese Gefühle hatte ich an dem Tag, als ich dieses Gedicht schrieb.

Kommentar schreiben zu "Tränenmeer"

Möchten Sie dem Autor einen Kommentar hinterlassen? Dann Loggen Sie sich ein oder Registrieren Sie sich in unserem Netzwerk.