Ich bin ein Schmetterling,
und mir ist nicht bewusst, wie schön ich bin.

Ich bin so selten,
und daher sehenswert,
auf meinem Rücken trage ich vier Augen,
doch mit ihnen zu sehen bleibt mir verwehrt.

Ich weiß nicht wie schön ich bin,
und wäre gern ein Diamant,
er funkelt so schön im Sonnenlicht,
größere Sehnsucht hab ich nie gekannt.

Doch ein Diamant kann nicht fliegen,
Er kann ewig nur so da liegen,
in einer Farbe setzt er sich nicht zu wehr,
und kommt die Nacht, so funkelt er nicht mehr.

Ich bunt und im Wind kann ich schweben,
kann die ganze Welt von oben sehen.
Der Diamant will hinterher,
doch der Stein ist viel zu schwer.

Nun seh ich mich mit anderen Augen,
fange an, an mich selbst zu glauben.

Ich bin ein Schmetterling,
und mir ist endlich bewusst,
wie wunderschön ich bin.


© Louisa Dittert


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Kommentare zu "Das Tagpfauenauge"

Re: Das Tagpfauenauge

Autor: Ikka   Datum: 03.10.2019 10:17 Uhr

Kommentar: Liebe Louisé, dein Gedicht gefällt mir sehr gut, und die ausgesandte Botschaft finde ich klasse!
Lieben Gruß,
Ikka

Re: Das Tagpfauenauge

Autor: Louisé   Datum: 03.10.2019 13:27 Uhr

Kommentar: Wie schön dass die Botschaft ankommt. Vielen Dank :)
Liebe Grüße zurück

Re: Das Tagpfauenauge

Autor: possum   Datum: 04.10.2019 2:47 Uhr

Kommentar: Wunderbar hast du dies Werk an den Leser weiter gegeben liebe Louise,
sei lieb gegrüßt!

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