In des Waldes Unterholz
rinnt leis ein Bach zu Tal.
Wo Schnee und Eis zum Rinnsal schmolz
wird er zum Wasserfall.

Aller Tiere Fährte
führt heran ans Frühlings Nass.
Rauschen schreit nach Stärke,
den Klang der Lebenskraft.

Abwärts wird hinfort gespült,
all Last der Winterzeit.
Felsgestein gar umgewühlt
und Totholz schwemmt herbei.

Flusses Ufer wärmen sich
am hellen Sonnenschein.
Keime recken sich ins Licht
um kräftig zu gedeihen.

Die schönste Sinfonie auf Erden
schallt aus Baumes Kronen.
Eiseskälte liegt in Scherben.
Trillernd klingt ihr Loben.

Frühlingsfreude weckt im nu
Gebeine allen Lebens.
Nichts kann fortan weiter ruhen,
nach Glückes Sucht zu Streben.


© Jens Lucka


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Kommentare zu "Klang des Lebens"

Re: Klang des Lebens

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 21.02.2021 11:51 Uhr

Kommentar: Lieber Jens,
mit deinem elegant ausgedrückten Gedicht sagst du dem Winter diplomatisch: Lass dich dieses Jahr nicht mehr blicken.
Liebe Grüße Wolfgang

Re: Klang des Lebens

Autor: Julia Häge   Datum: 21.02.2021 13:16 Uhr

Kommentar: Sehr schön und sehr poetisch, lieber Jens, dein Gedicht...:-)
Liebe Grüße von Julia

Re: Klang des Lebens

Autor: Michael Dierl   Datum: 21.02.2021 14:08 Uhr

Kommentar: Na, aber jetzt nun kann/MUSS der Frühling aber kommen! NUR muss er noch auf mein Gedicht warten sonst geht's nichhhhhhh! :-)

LG Michael

Re: Klang des Lebens

Autor: Bluepen   Datum: 21.02.2021 15:55 Uhr

Kommentar: Lieber Jens,

sehr reale und tolle Beschreibung des Waldes im Frühling.

LG - Bluepen

Re: Klang des Lebens

Autor: Jens Lucka   Datum: 22.02.2021 20:21 Uhr

Kommentar: Vielen herzlichen Dank ihr Lieben. Von mir aus kanns mit dem Frühling losgehen.

Gruß, Jens

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