Der Frühling blühet auf im Land
und jubiliert in 1000 Farben.
Natur ist außer Rand und Band.
Ein jeder darf sich an ihr laben.

Die Weidenkätzchen lassen grüßen,
umschmeicheln uns in ihrem Flaum:
Ihr Kätzchen, ach, ihr kleinen Süßen,
ihr gebt dem Frühling wahren Raum !

Das Schneeglöckchen mag
nicht vergessen,
dass auch sein sanftes Lied erklingt.
Ein jedes möchte gern ermessen,
ob es denn wohl am schönsten singt.

Der Krokus hat es längst geschafft,
das Kleid des Winters abzustreifen
und hofft durch seiner Wirkung Kraft
das Herz des Menschen zu erweichen.

Narzissen stehn schon lang in Blüte,
verwöhnen uns in trunknem Gelb.
Sie sind des Frühlings goldne Hüte
und krönen ihn wie ihren Held.

Die Hyazinthe strahlt in Bläue,
betöret uns mit ihrem Duft,
auf dass ein jeder sich erfreue,
wenn er genießt des Frühlings Luft.

Frühling ist Weckruf unsrer Sinne,
ist die Verführung der Natur.
Die Sehnsucht, dass er denn beginne,
ist wie ein Liebesruf in Dur.


© Alfred Plischka


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Kommentare zu "Frühling"

Re: Frühling

Autor: Mark Widmaier   Datum: 24.03.2020 8:45 Uhr

Kommentar: Ein sehr schönes Gedicht, lieber Alfred. Ein Mut- und Muntermacher...genießen wir den Frühlingsbeginn und alles, was Du so schön damit beschreibst...egal in welcher Form, das gerade stattfinden kann.
Liebe Grüße von Mark

Re: Frühling

Autor: possum   Datum: 26.03.2020 2:31 Uhr

Kommentar: Herrlich wie der Frühling selbst,

lieben Gruß!

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