Ich sitze hier, am Fenster still,
und gucke einfach mal so raus.
Das ist grad das, was ich so will.
Keine Lust, mal aus dem Haus.
Das Wetter ist wie jedes Jahr,
im Dezember trüb und nass.
War eigentlich schon vorher klar,
halt ganz normal, ist echt nicht krass.
Wenn ich so sitz und überlege,
geht’s mir doch noch recht gut.
Bin zwar nicht mehr immer rege,
auch fehlt manchmal halt der Mut.
Was ganz Neues zu beginnen,
mit über 60 nicht ganz einfach.
Viele meinen dann, die spinnen,
die Alten sind doch nicht richtig wach.
Obwohl, wenn ich so richtig denke,
wär was Neues gar nicht schlecht.
Solang es geht nicht auf Gelenke,
Kein Sport, weil das ja schwächt.
Musik selbst machen, ja das ist gut.
ein Instrument muss also her.
Eine Gitarre und dann mit Hut,
Oder ist das doch für mich zu schwer?
Na dann will ich noch überlegen,
was man sonst noch tun so kann.
Ein Buch mal schreiben über Kollegen,
Oder besser was mehr mit Fun.
Keine ganz schlechte Idee,
schreiben kann doch jeder.
Vielleicht kommt dann auch bald mal Schnee,
geht’s auch besser mit der Feder.
Das Schreiben ist mir nun geblieben,
Jahr ein, Jahr aus, schreib ich ganz viel.
Hab schon begonnen, es zu lieben,
Geld verdienen, nie mein Ziel.
Einen Tag die Stadt entdecken. In
Cafes sitzen. Mit Leuten reden. Auf
dem Lachen fliegen. In Geschäften
stöbern. Mit Hemden feiern. Und die
Zeit fühlen. Und sehen wie das Leben
gibt.
Du gehst durch die Ränder der Nacht,
wo dein Atem einst schwer war
und jeder Schritt tiefer führte.
Doch ein stilles Leuchten
dringt durch die Risse der Dunkelheit
und öffnet den [ ... ]
Teil 1: Das Erwachen
I. Der unauffällige Tod
Der Kaffeeautomat in der Küche von Leo Aschenbrenner war ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Er mahlte die Bohnen mit exakt 62 Dezibel, regelte die [ ... ]
Gar mühsam mich die letzte Nacht begrüßte,
was leider nicht den Schönheitsschlaf versüßte.
Jetzt seh' ich aus wie eine Nebelkrähe,
getraue mich noch kaum in meine Nähe.