„…am 9. II. vor dem Feind geblieben.“-
Ein kleines Wort und doch so inhaltsschwer,
es stand in einem Feldpostbrief geschrieben.
Viel Jahre ist das nun schon her.
Es stand in jenem Briefe nicht geschrieben,
ob er gefallen sei, ob er schon tot,
nur, dass er draußen vor dem Feind geblieben
beim Sturmangriff, noch vor dem Morgenrot.
Es war mein Freund, dem diese Worte galten.
Er war von Anfang an Soldat.
Wir hatten fest zusammen stets gehalten.
Nun ist er vermisst, der gute Kamerad.
Ich war erschüttert, ging zu seiner Mutter.
Ihr Auge blickte feucht mit Tränen schwer.
„Du warst zu ihm stets wie ein lieber Bruder“,
sprach sie, „doch nun kommt er wohl nimmermehr.“
Ich konnte ihr nicht viele Worte sagen.
Ich fühlte selbst im Herzen bittres Weh.
Ich konnte weder reden noch viel fragen.
Dann sprach die Mutter „Sohn, nun geh!“.
Darüber sind die Jahre hingegangen.
Es kehrten viele krank vom Krieg zurück.
Die einst marschierend stolze Lieder sangen,
sie senkten traurig ihren müden Blick.
Ich nährte lange Zeit noch stilles Hoffen;
vielleicht, vielleicht kehrt auch mein Freund zurück.
Doch blieb die Frage immer wieder offen,
und schließlich fügte ich mich dem Geschick.
Doch manchmal in den Abendstunden
seh ich sein Bild zu stiller Ruh.
Dann seh ich ihn vor mir mit seinen Wunden,
und mahnend ruft das Bild mir zu.
Heut habens viele längst vergessen,
wollen gewaltsam Frieden schaffen.
Sind auf Geschäfte ganz versessen
und bringen Krieg mit noch mehr Superwaffen.
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betrachte still, was Menschen wichtig nennen;
wofür sie kämpfen, woran sie sich erkennen,
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