überall auf den Straßen klappern Leichenwagen
es regnet Blut und Hass
die Türen sind immer einen Spalt offen
Alpträume rasen durch unsere Seelen
Tag und Nacht
schweißgebadet lassen wir Wasser
die Freiheit der bildenden Künste
besteht darin
Angst vor den neuen Gesetzen zu haben
und warten
auf die Ausreisepapiere
leblose Kreaturen auf weißen Schimmeln
verschwinden im gleißenden Nebel
betrunkene Matrosen marschieren jodelnd
durch ein Meer toter Möven
geisteskranke Mörder schütteln sich ohne Gegenwehr
an den Gefängnismauern herunter
wir warten auf unsere fein säuberlich gefertigten Särge
aber nur gegen Barzahlung
in den Gaskammern bekommen die Delinquenten violette Tabletten
gegen die Schlaflosigkeit
erwürgen sich selber,bevor das Gas kommt
schweißüberströmt schlafen wir uns
durch die verschiedenen Zeitzonen
kämpfen in der Wüste Gobi gegen die Kakteen
um flüssige Nahrung
Augen und Ohren und Hände fließen über die Dächer
träumend laufen die übrig gebliebenen Kinder
süchtig wie sie sind
in die Fratze der Monddarstellung
an einem anderen Morgen höre ich aus dem Radio
das alle meine Freunde
gestorben sind
gestorben
Noch hielt mich nicht der erste äußre Drang,
der mich beständig vorwärts treiben hieß;
im Takt der Pflicht verging mein früher Gang,
dem fremden Maß ich folgte, [ ... ]
Der Treppe fehlt eine Stufe.
Die eine Stufe zum Leben. Die
eine Stufe zur Erkenntnis. Die
eine Stufe zur Kunst. Die eine
Stufe zur Liebe. Morgens
war die Stufe einfach weg.
Und keiner weiss [ ... ]
Wenn Lebenslinien sich kreuzen
Fallen Sterne in einen tiefen süßen Schlaf
Hand in Hand gemeinsam sein, solange beide Herzen brennen
Glück ist nicht planbar
Unglück auch nicht
Das Selbst [ ... ]
Der Wonnemonat Mai kommt nunmehr an die Reihe,
durch zugig Tür hinweg, der launische April.
Die Wetterkapriolen gnädig man verzeihe,
wenn laues Lüftchen sanft mit Knospen spielen [ ... ]
Ein Wort – ein Stein, ins Wasser gesetzt,
kaum fällt er, zieht er flüchtige Ringe,
die Zeit verwischt, was er verletzt,
verliert sich leise im Grund der Dinge.
Seit ich eine Brille brauche, achte ich sehr auf mein Sehvermögen...die Augen nicht überanstrengen, gutes Licht, am besten bei Tageslicht lesen.
Aber ich achte auch darauf, wie gut mein Umfeld [ ... ]
Der Garten der Lieder. Er lebt als
Engel und Traum. Er sieht als
Reise und Leben. Er redet als
Hafen und Insel. Steht am
Fenster. Sitzt im Cafe. Kennt die
Welt. Das gute im Blick. Der [ ... ]