Kalte Wut und heißer Zorn,
aller Mut geht dir verlorn.
Nichts, was bleibt, alles dahin,
Leben ohne rechten Sinn.
Ausrangiert und abgestellt,
um die Lebenslust geprellt.
Von der Zukunft ausgesperrt,
fragst du dich, was war verkehrt.
Lange Jahre gabst du alles,
der Körper ist kaputt davon,
bist nun Opfer des Zufalles
und Existenzangst ist der Lohn.
Hörst nun die da oben reden,
von Schmarotzern und von Faulen.
Dort in ihrem Garten Eden,
wo sie sich die Eier graulen.
Die, die hier das Land verarschen,
reden sich die Wahrheit schön,
mit wilden Sprüchen, groben, barschen
Versuchen sie sich raus zu drehn.
Du, das Stimmvieh bist der Dumme,
sollst immer nur die Zeche löhnen,
nach der Wahl, Wähler verstumme,
Augen zu und Schluss mit Stöhnen.
Lasst es nicht so weiter gehen,
zeigt das ihr die Wahrheit, kennt,
die da oben müssen sehen,
dass ihr nicht blind durchs Leben rennt.
Früh am Morgen,
wenn der Wecker klingelt,
schlafen meine Augen noch
und ich bin in Gedanken,
bei meinem letzten Traum,
der jetzt zerbrochen
vor mir liegt.
Ein neuer Tag beginnt, noch unberührt und weit,
der frühe Wind verweht den Staub der Dunkelheit.
Stille füllt den Glanz, die Welt hält den Atem an,
weil im hellen Schein das Werden neu [ ... ]