Jüngst erstand der alte Badejunge
beim Inselbäcker süße See- und Liebeszunge.
Bracht's der Liebsten in das Wohnmobil.
Fast vergessen der Genuß: dies zu erleben.
Laß den von Sonne aufgeheizten Leib erbeben!
Endlich wieder ward's ihr nicht zu viel.
Bis schließlich schiere unbeschreiblich' Lust
drängt unterdrückbar schwer ihr Laute aus der Brust.
Der Nachbarn Wagen stehn so nah!
Schnell meine Hand will decken ihren Mund.
Zu spät bedacht, daß dies womöglich ungesund -
natürlich unwillkürlich dann geschah:
Als Rettung beißt sie in die Ballen just wie toll.
Ich kann nicht schrein, hab grad das Maul so herrlich voll!
Und war nur ihr Reflex.
So war das Stöhnen nunmehr auch an mir.
Als Strafe schlägt die Zunge wilder noch in ihr.
Ein wenig war ich schon perplex.
Tief in die Lust nun pressen ihre Hände meinen Kopf.
Gleichsam als unsrer Liebe Siegel fühle ich's im Schopf!
Beide selig nur - vergessen aller Schmerz.
Irgendwann dann himmlisch' Wellen schließlich auch verebbt.
Am Leuchtturm Schönstes wieder gleichsam neu entdeckt.
Und alter Badejunge gar mit Mannesstolz im Herz!
Kommentar:Moin Moin Hannes,
Dings ähm wenn dir die Frage nicht zu persönlich is, aber bist du der beschriebene Badejunge in dem Kontext oder ist dies völlig fiktiv?
Kommentar:Naja, ich denke schon, daß das Meiste, was geschrieben wird - zumindest wenn man merkt, daß es von innen kommt - doch Selbsterlebtes ist. Oder meinste nicht auch?
Vermute ja, daß es vielen älteren Ehepaaren vlt. ähnlich geht, aber wo getraut man sich, solche diffizilen Dinge auszudrücken, wenn nicht in nem Gedicht oder eb'n nochen Gedicht...
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