Ganz in schwarz sieht man mich dieser Tage, an denen ich mir der Sterblichkeit meiner Träume bewußt ward. Ein wahrhaft trauriges Ereignis ist es zu erkennen das die Sehnsüchte der Jugendzeit in Trümmern liegen.

Der Augenblich in dem man vernimmt das seine Wünsche wohl nie erfüllt werden ist der Moment in dem die Seele stirbt.

Soll man aber nun fortan sich selbst kondolieren ? Seiner Jugend und seines Elans beraubt. Verpasste Möglichkeiten, nicht gutzumachende Fehler sich selbst eingestehen ? Verpasste Liebe, verpasste Freundlichkeit, verpasste Zärtlichkeit.

Wie lange dauert es wohl im Leben alles zu verpassen ? Längst verflossene Gefühle, doch sie lassen dich nicht los.
Allein zuhause zerfallen Gedanken zu Staub.
Gefühle vergehen, fallen zu Boden wie welkes Laub.
Einsamkeit umgibt dich in der Nacht,
in weiter Ferne hörst du das Glück wie es über dich lacht.
Allein mit den Gedanken auch am Tag,
doch niemand in der Nähe der sie hören mag.

Ganz in schwarz sieht man mich dieser Tage an denen ich mir meiner gestorbenen Träume bewußt ward.
Der Augenblick in dem man seine Sehnsüchte sterben sieht,
ist auch der Moment im dem man selbst zu Grabe geht.
Der Tod als Abwechslung, verspricht Freiheit und Erlösung.

Doch gilt all Melancholie doch nur als Alibi sich selbst aufzugeben ?
Sehnsucht als legitimes Mittel sich selbst zu bemitleiden ?

Denn wisse eins:
Was du auch schaffst, was auch immer du erreichst, ist deine Sehnsucht zu groß wirst du niemals glücklich sein.


© Dieter Danninger

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