Wenn Hass zur Sehnsucht wird.

Was soll man tun, wenn man sich so sehr in alte Erinnerungen verfängt,
dass es anfängt, zu brennen. Hier und da und überall. Wie Glasscherben,
die dich nicht nur streifen, sie zerreißen. Und wenn du versuchst davor zu flüchten,
fängt dein Herz wieder diese Liebe ein, die du vor langer langer Zeit versucht hast,
zu vergessen. Wo einst mal Hass war, ist ein schwarzer Schatten geblieben.
Ja, die Hoffnung ist noch da, dass irgendwann mal alles zurückkehrt, was du einmal so sehr geliebt hast. Und dass die Realität dir doch dann vor die Augen kommt.
Du würdest alleine bleiben, weil du verzeihst. Weil sie es nicht verstehen, wie du damals warst und dass du nicht gehen lassen kannst, was so wertvoll war. Das, was dich so sehr verletzt hat, alles nehmen wollte und es auch tat, um sich selber glücklich zu machen.
Und es ist irrelevant. Zum Schluss ist es egal, weil du nicht mehr kannst.
Und du betest, dass du nicht die Erste bist, die ein Schritt nach vorne macht.
Du hoffst inständig, dass das, was niemals passieren sollte,
eines Tages zu dir zurückkehrt und du wieder lachen kannst.
Von ganzer Seele.


© Elena Petliaki


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Beschreibung des Autors zu "Wenn Hass zur Sehnsucht wird."

Alter Text aus dem Jahre 2012.

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Kommentare zu "Wenn Hass zur Sehnsucht wird."

Re: Wenn Hass zur Sehnsucht wird.

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 12.06.2019 10:33 Uhr

Kommentar: Liebe Elena,
Erinnerungen kennen kein alt oder neu, kennen keine Jahreszahlen, kennen nur schön oder nicht schön. Erinnerungen die man behalten will, verblassen, die man löschen will, dominieren. Aber jede einzelne ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens...wie dein emotionaler Text.
Liebe Grüße Wolfgang

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