Den Zug verpasst

Eisenstränge laufen in die Ferne
Durchstoßen mit Leichtigkeit den Horizont
Im Lichtkegel einer Laterne
Ein Liebespaar die Zweisamkeit betont.

Ich steh am Bahnhof und ich warte
Doch es ist ein Warten auf Godot
Schöne Orte zeigte mir die Karte
Ich muss weg, sonst ende ich im nirgendwo.

Die alten Augen haben sich wund geschaut
Der Alltag hängt an mir als schwerer Mantel
Habe am Selbstmitleid zu lange rumgekaut
Es ist zu spät, auf Rot steht meine Ampel.


© Herbert Kaiser


4 Lesern gefällt dieser Text.





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Kommentare zu "Den Zug verpasst"

Re: Den Zug verpasst

Autor: Bluepen   Datum: 07.08.2020 9:47 Uhr

Kommentar: Lieber Herbert,

weine nicht der Vergangenheit nach, sondern sei flexibel und mache das Beste aus dem Heute. Übrigens, schönes Gedicht!

LG - Bluepen

Re: Den Zug verpasst

Autor: ThomasNill   Datum: 08.08.2020 6:58 Uhr

Kommentar: Schön, sehr schön! Besonders gefielen mir

Durchstoßen mit Leichtigkeit den Horizont
Ich muss weg, sonst ende ich im nirgendwo.
Der Alltag hängt an mir als schwerer Mantel

bei
Ein Liebespaar die Zweisamkeit betont.

bin ich auf das reduzierte

wird Zweisamkeit betont.

gekommen.
Auch dieses Doch am Anfang würde ich weglassen.
Doch es ist ein Warten auf Godot

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