Wie ich bei dir gelegen
habe im Bett, weißt du noch?
Weißt du noch, wie verwegen
die Lust uns stand? Wie es roch?
Und all die seidenen Kissen
gehörten deinem Mann.
Doch uns schlug kein Gewissen.
Gott weiß, wie redlich untreu
man sein kann.
Weißt du noch, wie wir es trieben?
Was nie geschildert werden darf!
Heiß, frei, besoffen, fromm und scharf.
Weißt du noch, das wir uns liebten?
Und noch lieben?
Man liebt nicht oft in solcher Weise.
Wie gefühlvoll hat dein spitzer Hund bewacht.
Ja, unser Glück war ganz
und rasch und leise.
Nun bist du fern.
Gute Nacht
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]
Sie wollte…,
Sie konnte …,
Sie durfte …,
Und sie wollte immer wieder!
Doch sie konnte nicht!
Durfte sie nicht?
Nein, sie konnte nicht!
Wollte sie nicht?
Doch sie [ ... ]
Ja, ich projiziere.
Ich projiziere auf Menschen,
Die so sind,
Wie ich gerne wäre.
Dann denke ich,
Dass ich so sein würde,
Wenn ich Teil ihres Lebens sein könnte.
Aber was würde das [ ... ]