Hervorstehende Rippen und
letztes Feuer in wilden Augen;
zischende Wut zwischen
kämpfenden Kiefern
einer erbarmungslosen Welt.
Es mahlen die Zähne
um den Willen der Materie.

Instinkt des Überlebens
ist der Sinn des Lebens.

Faulende Knochen am Kampfplatz
nach denen kein Hahn mehr kräht;
Jeder in dieses Schicksal hin gerät;
ob früh oder spät.

Alles Denken endet dort;
auch die Instinkte sind dann fort;
Was bleibt ist Nichts
und das ist Gut;
Weder Feuer noch Leid aus erloschner Glut.


© Copyright J. Renner 2019


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Beschreibung des Autors zu "Kampf des Lebens"

Ist das Leben ein stetiger Kampf? Was ist der Sinn? Gibt es ein Leben nach dem Tod?




Kommentare zu "Kampf des Lebens"

Re: Kampf des Lebens

Autor: humbalum   Datum: 20.08.2019 13:56 Uhr

Kommentar: Das ist so wahr! Das Leben ist zhiemlich primitiv! Der Mensch ist ziemlich primitiv! Es sind überall Psychopathen an der Macht! Bis auf wenige Ausnahmen! Und die werden bis auf das Blut bekämpft! Wenn ich mir so überlege warum Kriege geführt werden! Nur damit ein paar Deppen billig an Rohstoffe kommen! Damit sie noch reicher werden! Das ist eine ganz einfache Sache! So enfach das es für die Massen des Volkes unglaublich ist! Ein nachdenklich stimmendes Gedicht! Klaus

Re: Kampf des Lebens

Autor: Maline   Datum: 20.08.2019 23:03 Uhr

Kommentar: Man könnte antworten:

Ja!
Fortpflanzung!
Nein!

So einfach bist es aber sicher nicht! Liebe Grüsse an dich! Maline

Re: Kampf des Lebens

Autor: Nea   Datum: 22.08.2019 7:56 Uhr

Kommentar: Wenn es ums Überleben geht, sind plötzlich all die Gedanken über Sinn und Zweck des Lebens zweitrangig. Dann übernimmt der Selbsterhaltungsdrang... lässt mich an Camus denken: Wir leben, fühlen, atmen erst und fangen dann an zu denken und Gründe zu suchen. Diesen Vorsprung holt unser Verstand nicht auf und unser Körper kämpft weiter, auch angesichts aussichtsloser Situationen...

Lieben Gruß,
Nea

Re: Kampf des Lebens

Autor: joe   Datum: 22.08.2019 9:27 Uhr

Kommentar: Danke für die Kommentare. Ich denke auch so ähnlich wie du, Nea.

Philosophie kommt vor allem von den Leuten, die eben nicht täglich ums Überleben kämpfen. Auch Revolutionen werden meist von Denjenigen angestoßen, die zumindest in der Mittelschicht ihrer Gesellschaft leben und entsprechende Zeit zum Nachdenken haben. Lenin schrieb mal: "Die Materie ist das Primäre. Die Empfindung, der Gedanke, das Bewusstsein ist das höchste Produkt der in besonderer Weise organisierten Materie."

Schließlich zerfällt nach dem Tod auch das Gehirn, in dem das eben alles abläuft.
Dennoch hoffe ich, das es mehr gibt.
Vielleicht ist der moderne Mensch ob der Einflüsse des Kapitalismus und der täglichen Reizüberflutung auch ein Stück weit abgestumpft, zu oberflächlich, um Höheres wahrzunehmen.
Vielleicht ist das Gehirn wie die Höhle Platons, in die nur Schatten der Wirklichkeit gelangen, da die Sinne für die darunterliegende Wahrheit im Dunkeln liegen.

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