inmitten der Wildnis träumte ich
wie du dich selbst liebtest

ohne korrupte Pfade, der Reue
gespült zwischen geheiligten Bettlern
mit Geld, von Zähnen und Köpfen beschlagen
von materialisierter Schufterei zerfressen
der Einheit des Geistesmangels
genannt AlleSEINS
deiner Unterdrücker
deren Glauben du bedienst
auf der Höhe kopierter Geschichten
uralter Sternquellen

sowie die Götter der Räume uns führten
jenseits grausam geglaubter Über-Zeugung
herabgestiegen auf einen erschöpften Berg
voll Bommel-Haufen vom Leichenschmaus
winziger Bestattungen

mich wirst du innig erkennen, nicht auswendig!
wenn ich durch Liebe falle ohne Sünde
durch nichtverstrahlte Finsternisse auferstehe
dieser Verzweiflung ohne Aufruhr
ohne eine andere Ernte
als das Ergreifen
der Seele in einer Sonnenblume

fleischfressend wie die Tränenernte
durch ausgelebte Lichter beseelt

zwischen Ketten wirst du mich erkennen
durch Glaubenszwänge gezüchtet
die ich aufbrach und verließ –
diesen isolierten Körper vergaß
zwischen Wellen, Brüchen und Garnituren

flieht! Feinde inwendigen Geistes
geformt ohne übernommene Formen
sowie Regen gewachsene Münder küsst
aus verlassenen Leben
fließend, was sie verbraucht
seit sie geboren zur Trauung wurden

nur was als eigene Quelle existiert
besteht darüber hinaus
von irgendwelchen schwimmenden Überresten
unabhängig, von linearer (AB) Richtung
ewig niedergeschlagen:
gezwungen zu schwinde(l)n



© j.w.waldeck 2017
Alle Rechte sind dem Autor vorbehalten.


© j.w.waldeck 2017


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