Er zieht an jedem Körperteil, die Fäden gehen hoch und runter. Mal langweilig, mal bunter. Und oben thront ein schweres Seil!

Ach ist das lustig, ist das bitter, egal was auch mit dir passiert. Du bist seine Marionette, an Seilen dirigiert, auch wenn dabei dein Herz erfriert.
Doch ach, oh Schreck, das Seil ist aus, er läßt die Fäden fallen.Sei klug und lauf schnell aus dem Haus, die Welt wird dir gefallen

Ganz plötzlich fühlst du dich ganz leicht, weil niemand dich mehr lenkt, Freiheit die zum Himmel reicht hat er dir nie gegönnt. Es wird dir Angst, es wird dir Bang so ohne Pflicht und jeden Zwang. Du löst dich nicht aus seinem Bann und bleibst ein Glied der Kette. Drehst weiter Piuretten in deinem Kleid aus Tränen. Nach der Welt da draussen wirst du dich weiter sehnen.

Bis wieder mal die Fäden fallen, dann holst du dir das Glück zurück. Du wusstest das da draußen eine Hand nach dir suchte, die ruhend in deiner die Antwort verbuchte


© Erika Reinecke


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Beschreibung des Autors zu "Seine Marionette"

Es gibt Frauen die ordnen sich ihren Männern unter obwohl sie ein ganz anderes Leben führen möchten....

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Kommentare zu "Seine Marionette"

Re: Seine Marionette

Autor: Madeleine Tara   Datum: 20.07.2019 20:50 Uhr

Kommentar: Liebe Erika

Wie treffend und klar die Aussage, verpackt in dieser schönen Sprache! Ein schwieriges Thema! Ich wünschte, alle Frauen, die in einer solchen Beziehung feststecken, könnten sich aus der narzisstischen Umklammerung ihres Partners lösen, wenn sie endlich den wunderbaren Geschmack der persönlichen Freiheit das erste Mal kosten.

Sommerliche Grüsse
Madeleine

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