Wollt schon als Kind hinaus aufs Meer,
doch was ich suchte, gab’s nicht mehr,
war längst versunken in der Flut.
Ich flog auf Wolken durch die Zeit,
ich trug ein buntes Vogelkleid,
und wärmte mich an Sonnenglut.
Was ich berührte, wurde Gold,
ich hab geliebt und ungewollt
auch viel zerbrochen und zerstört.
Ich hab so vieles falsch gemacht
und oft auch viel zu laut gelacht,
es hat mich einfach nicht gestört.
Ich war in London und Athen,
hab von der Welt schon viel gesehn,
und auch in Kairo schon gewohnt.
Ich bin dem Leben nachgejagt
und doch hab ich mich nie gefragt,
was es mir bringt und ob es lohnt.
Ich war in Rom und Marrakesch,
in Casablanca und Kadesh,
hab immer nur mein Glück gesucht.
Daressalam war meine Stadt,
doch irgendwann war ich so satt
und hab auf alles nur geflucht.
Bring mich hier weg, bring mich zum Fluss,
sag mir, was noch geschehen muss,
um endlich von hier fort zu gehn.
Komm, gib mir einfach deine Hand,
ich hab geträumt von einem Land,
da will ich hin, das will ich sehn.
Lass mich nicht untergehn im Meer,
ich häng am Leben noch so sehr,
hab mich nur in der Zeit vertan.
Ersetz die Sonne durch den Mond,
es ist noch alles ungewohnt
und wirft mich leicht noch aus der Bahn.
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]
Sie wollte…,
Sie konnte …,
Sie durfte …,
Und sie wollte immer wieder!
Doch sie konnte nicht!
Durfte sie nicht?
Nein, sie konnte nicht!
Wollte sie nicht?
Doch sie [ ... ]
Ja, ich projiziere.
Ich projiziere auf Menschen,
Die so sind,
Wie ich gerne wäre.
Dann denke ich,
Dass ich so sein würde,
Wenn ich Teil ihres Lebens sein könnte.
Aber was würde das [ ... ]