Die Urwelt geschieht und ist verloren,
sie hat sich selber um die Ohren
und sie erstickt am eigenen Wissen –
sie hat sich damit selber beschissen!

Und keiner Größe leerer Odem winkt
ihr Rettung zu, wenn sie sich stinkt.
Denn sie hat auf Vollzug gestellt –
so ist’s nun mal mit dieser Welt!

Sie träumt sich lüstern in den Gram,
der aus dem ungefähren Chaos kam,
in dem sie Heil und Tröstung sucht –
die Sehnsucht harrt in tiefer Schlucht!

Der Schlucht in der Drachen lungern,
der Kriege, Mühsal und dem Hungern,
was auf den Seelen schmählich lastet –
man denkt ja nicht, oh nein, man hastet!

So stößt man dann auf taube Ohren,
auf dieser Welt, die stets verloren
in mannigfachen Kümmernissen –
verstrickt ist in ein falsches Müssen!


© Alf Glocker


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Kommentare zu "Das falsche Müssen"

Re: Das falsche Müssen

Autor: axel c. englert   Datum: 02.06.2015 10:19 Uhr

Kommentar: Dieses Gedicht, es ist ein Muss!
(Es zieht keinen falschen Schluss…)

LG Axel

Re: Das falsche Müssen

Autor: Alf Glocker   Datum: 02.06.2015 18:14 Uhr

Kommentar: Vielen Dank!

LG Alf

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