Ein Riesenbaum
liegt umgestürzt im Walde,
stört quer das Auge dort,
wo alles senkrecht strebt
dem Himmel
und der Sonne zu,
die feinen Morgennebel
in die Büsche webt
Wie groß ist dieser Riese
einst gestanden
wie weit hat er
sein Blättermeer gestreckt
wie viele Vögel konnten
auf den Zweigen landen
und wurden durch das
Morgenlicht geweckt
Er war ein Riese
und er bleibt es lange noch
zwar sturmgefällt
doch trotzig groß im Tod
Bis auch der letzte Wurm
in seinem Holze kroch
wird häufig abends noch
der Himmel rot
2008
© Erschienen in POESIEVOLLES BoD Verlag 2009,
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PeKedilly
Bernd Tunn
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