Unschuldig

© Bild: © Soléa P.

Verträumt und unschuldig der Morgen –
der leicht gerötet sich ausdehnt,
die Welt, sie hat so ihre Sorgen,
sich insgeheim nach Wunder sehnt.

Die stummen Zeugen entlang der Straße,
ins Niemandsland führt der Weg –
sind ahnungslos und unbefangen,
können Gräueltaten nicht verstehen.

Überall qualmen die Schlote,
ein penetranter Geruch steigt auf,
es ist der von unschuldigen Toten,
Mörder nehmen ihn eiskalt in Kauf.

Der Morgen – immer unschuldig –
ahnungslos beginnt der Tag.
Wie schön, dass er nicht denken kann,
er bekäme einen Schlag.


© Soléa P.


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Kommentare zu "Unschuldig"

Re: Unschuldig

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 11.07.2021 14:24 Uhr

Kommentar: Liebe Soléa,
ich mag dieses Gedicht ... mit Gefühl auf den Tisch schlagen ...
Liebe Grüße Wolfgang

Re: Unschuldig

Autor: Alf Glocker   Datum: 12.07.2021 8:55 Uhr

Kommentar: Wow...Kompliment!

Liebe Grüße
Alf

Re: Unschuldig

Autor: Soléa   Datum: 14.07.2021 8:08 Uhr

Kommentar: Wenn man mit Gefühl „schlägt“, Wolfgang, trifft man vielleicht mehr einen Nerv – aber wirklich nur vielleicht, in der heutigen Zeit.
Liebe Grüße
Soléa

Vielen Dank Alf, fürs Kompliment und Wow, das gefällt mich auch, sehr!
Liebe Grüße
Soléa

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