Geblendet

© istockphoto

Mit Stolz und Gesang zog ich in die erste Schlacht des Krieges.
Nicht ein Zweifel ging unter den Kameraden um,
so gewiss waren wir uns unserer Sache und des Sieges.
So stolz waren wir, so jung,.....so dumm.

Wenn schon, dann wünschte ich heroisch meinen Tod.
Heldenhaft gefallen für das Vaterland.
Wie jämmerlich das Bild, das ich dann bot,
als man mich sterbend auf dem Schlachtfeld fand.

Heroisch sind am Kriege nur die Reden,
die das Volk bei Laune hält.
Ganz anders als das Sterben eines jeden,
der diesem Glanz zum Opfer fällt.


© Verdichter


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Kommentare zu "Geblendet"

Re: Geblendet

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 15.04.2020 17:15 Uhr

Kommentar: Liebe Verdichter,
sehr gut geschrieben. Man kann sich so einen Führer vorstellen, der nur heiße Luft von sich gibt, aber viele darauf reinfallen und als Held da stehen möchten. Die Sache hat nur einen Haken: Helden sind meisten tot und Kriege sinnlos.
Liebe Grüße Wolfgang

Re: Geblendet

Autor: Alf Glocker   Datum: 16.04.2020 9:57 Uhr

Kommentar: super verdichtet!

lg alf

Re: Geblendet

Autor: Bluepen   Datum: 19.04.2020 9:53 Uhr

Kommentar: Liebe Verdichter,

du hast es auf den Punkt gebracht in deinem Gedicht.
Auch mir wäre ein lebendiger Feigling lieber, als ein toter Held.

LG - Bluepen

Re: Geblendet

Autor: possum   Datum: 23.04.2020 1:38 Uhr

Kommentar: So aussagestark ist dieses Werk,

lieben Gruß!

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