Sie war jung, nicht unbedingt schön, aber dennoch attraktiv,
jedenfalls was ihren Körper betraf, sehr weiblich, sehr gierig.
Leider hatte sie ihren blauen Prinzen bisher noch nicht getroffen
und so musste sie sich mit den Wölfen abgeben, die auf der Straße lauerten.
Wölfe, die das Rotkäppchen verschlingen wollen, nicht die Großmutter,
die ist zu dürr oder zu fett, aber ein junges Mädchen ist genau richtig.
Aber was konnte sie, gegen ihren tiefsten Drang tun und so ging sie
mit einem Wolf in ein Hotel. Dort hielt sie sich nie lange mit dem Vorspiel auf,
denn kaum hatten sie das Zimmer betreten, küsste sie den Mann gierig,
zog sich rasch aus, zog ihn aus, nötigte ihn auf das breite Bett und hörte nicht auf,
ihn zu bedrängen und zu beglücken. Sie tanzte von einem Orgasmus zum nächsten
und bewegte sie sich so ungestüm, dass das schwere Bett wackelte.
Dabei stöhnte und schrie sie vor Lust, so dass schon an die Tür geklopft wurde.
Aber sie hörte erst auf, wenn der Wolf kam, seine Milch verspritzte und nicht mehr konnte.
Dann lagen beide völlig erschöpft auf dem Bett und warteten nur darauf,
dass neue Kräfte sich sammelten, um ihren wilden Ritt erneut zu beginnen.
Wenn Worte wie Waffen durchs Netz sich verbreiten
und Lügen als Wahrheit uns blindlings begleiten,
wenn Stimmen sich heben, doch niemand mehr hört,
weil jeder den anderen im Eifer zerstört [ ... ]
April ist ein Maler mit Pinseln im Wind,
er malt jeden Tag, wie es ihm gerade gelingt.
Ein Tupfer aus Sonne, ein Strich aus Regen
und plötzlich tanzt ein Bogen dem Himmel entgegen.
In der Taverne, im roten Licht,
da saß ich lange und rührte mich nicht,
der Whisky brannte, der Abend war schwer,
und bald schon sah ich die Sterne umher.
Mag sein, wies den Anschein hat, doch recht vermessen,
daß das was wir denken, das wir je besessen,
doch nur als geborgt und geliehen sich zeigt.
Die Tränen von weit her die darob [ ... ]