Du allein nachts im Bett. Ich sehe
dich kaum, die Dunkelheit hüllt dich ein.
Ich ahne nur deine Haut, dein hübsches Gesicht,
es ist wie im Nebel, alles ist verschwommen.
Hell und klar ist nur deine weiße Unterwäsche,
der knappe BH, er erscheint durchsichtig,
die gefüllten Körbchen, wie durchbrochene Seide,
dein Slip, der deine Blöße bedeckt, ein Hauch von Nichts.
Deine Hand tastet unter dem Slip,
sucht die Nässe und Wärme deiner Muschel,
sucht ihre schreiende Lust zu befriedigen,
du berührst dich, weil ich es dir sage.
Denn wir sind getrennt. Ich sehe nur dein Bild
und bin erregt. Aber meine Worte geilen dich auf,
wir haben schönen Sex. Sex, wie er in diesen
Zeiten der Trennung schöner nicht sein könnte.
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]
Sie wollte…,
Sie konnte …,
Sie durfte …,
Und sie wollte immer wieder!
Doch sie konnte nicht!
Durfte sie nicht?
Nein, sie konnte nicht!
Wollte sie nicht?
Doch sie [ ... ]
Ja, ich projiziere.
Ich projiziere auf Menschen,
Die so sind,
Wie ich gerne wäre.
Dann denke ich,
Dass ich so sein würde,
Wenn ich Teil ihres Lebens sein könnte.
Aber was würde das [ ... ]