In meinem Garten blühen schwarze Rosen,
sie sind aus einem fernen Land im Süden,
aus einem Land der Sonne und der Blüten.
Ich möchte so gern die schönen Blüten kosen;
sie sind ein Gruß von dir, du schönes Kind.
Du pflegtest sie dereinst mit eigner Hand.
Nun grüßen sie mich von dir, sie und der Wind,
der aus dem Süden kommt, aus deinem Heimatland.
Ich klage an des Schicksals dunkle Mächte,
die uns dereinst hart auseinander rissen,
die nichts vom Leid des Menschenherzens wissen
und nichts von Liebe, nichts von ihrem Rechte.
Im Garten singt die Nachtigall ihr Lied;
wie lauschtest du so gern einst dem Gesang,
und wie ergriffen war stets dein Gemüt.
Ihr Singen war für dich der Heimat Klang.
Das Lied der Nachtigall, die Rosenblüte,
sie zaubern mir herbei dein süßes Lächeln,
sie und des Südwinds weiches, mildes Fächeln.
Für mich sind sie des Lebens Wundertüte.
Nur träumen, träumen kann ich noch von dir;
im Traum seh ich so oft dein froh Gesicht.
Ein Stück von unserm schönen Traum blieb mir,
ein kleines Stück davon, und mehr blieb nicht.
Kommentar:Danke Eleonore
Es freut mich sehr, dass das Gedicht Menschen anspricht. Gereimt macht so eine kleine Episode einfach viel mehr her als ungereimt.
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