hinter eingefassten Hippie-Gläsern
schäumt der Waschmob
mit verfilztem Schamhaar
und hört sich selbst verreden

im Verstand ein weiter Himmel
und der Geist? ei, der soll schwinden !
und nimmer sich ans Dasein binden
bloß an den hohlen Hai
der im Dunklen g-Lichter speist

Erinnern strömt so hinfort
an einen viel gepries‘nen Ort!
ach, wie‘s die Heiligen befingert
die jeden Geist ausschalten
im nachgelebten Verhalten!

einzige Wahrheit armen Tropfens
vom Meer gelöst
der Seinssinne
die eine Ebene, die Eingeebnete
tote EKG-Linie des Hoffens!

wo nur empfangen wird
den Fühlern einer Allmachtsspinne
jede Schwingung erliegt;
gelobter Garten ohne andere Arten
klebrig vom ewigen Erwarten

als größter Schatz: lebendig begraben
unter den gefällig Verschätzten:
empfänglich bis zum Allerletzten!
rühren Führer des Siegesheils
ihre Liebesfülle in geleerte Hülsen

und stopfen ihre Weihnachtsgänse
mit goldenen Trichtern
bis geschlauchte Wende-Hälse
sich steif gen Himmel richten



© j.w.waldeck 2018
Alle Rechte sind dem Autor vorbehalten!


© j.w.waldeck 2018


2 Lesern gefällt dieser Text.





Kommentare zu "Bodenhaltung"

Re: Bodenhaltung

Autor: Alf Glocker   Datum: 14.03.2018 8:01 Uhr

Kommentar: ...erinnert mich an Eier von deutschen Männern aus Bodenhaltung... :o))

LG Alf

Re: Bodenhaltung

Autor: Waldeck   Datum: 17.03.2018 16:07 Uhr

Kommentar: Deutsche zeitgenössische Dichter sind in der Tat sehr bodenständig.
Der Dichtkunst tut dies auf keinem Fall gut.

LG. Waldeck

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