Autor: Ella
Datum: 28.12.2010 18:15 Uhr
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Kategorie: Texte ->
Briefe
Wenn ich neben dir liege, die Hand auf deinem Bauch, dann kann ich nicht schlafen, weil ich das Auf und Ab deines Atems spüren will und den Moment, wenn unsere Herzen gleich schlagen.
In diesen Momenten weiß ich, dass ich dich nie wieder gehen lassen kann. Dieses Gefühl, wenn das Herz einen Schlag verschluckt, wenn ich dich auf mich zukommen sehe, wenn ich deine Haut auf der meinen spüre, dein Atem auf meinen Lippen, das Kitzeln deiner Wimpern an meinen Schläfen.
Wenn ich dich ansehe, dann ist es, als würde ich dich schon mein ganzes Leben kennen. Die Art, wie du dich bewegst, wie du sprichst und atmest, wie deine Lippen ganz schmal werden, wenn du nachdenkst, alles ist mir so vertraut an dir. Und trotzdem kann ich dir stundenlang beim Schlafen zusehen, beim Atmen zuhören und mit meinen Fingerspitzen die Linien deines Gesichts nachzeichnen.
Und wenn alles still ist, dann weiß ich, ich könnte mich an dem, was war, festhalten und es wäre vielleicht gar nicht so schwer, aber ich höre dich neben mir atmen und ich weiß, das ist es, was ich will:
Dein Atem an meinem Ohr.
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