Kommentare

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Kommentar zu Wunschbaum

Liebe Sonja,
manchmal reicht es eben nur für einen kurzen Moment. Man sollte auch dafür dankbar sein. Das Leben hält noch viele Augenblicke parat.

Lg Herbert

Kommentar zu Eli, Eli, lama asabtani

Fünf Strophen zu fünf Zeilen, die Zeilen wrden je Strophe nach unten hin immer kürzer.

Das Gedicht beschreibt Deine Suche nach Gott/Jesus. Anfangs in der Grundschule
mit schwitzigen (Angst?) Fingern. Ein vielfarbiger Kreis,

In der Jugend, dass sich lustig machen über die dennoch (nachdem man es doch offensichtlich sehen sollte, dass es keinen Gott geben kann) immer noch Gläubigen.

Dann die eigene große Not, wieder offen und aufnahmefähig gewesen. Aber es kommt nichts, alles scheint so gespielt und unwirklich, unerfüllt, wie Du schreibst.

Die Anforderungen sind auch maßlos hoch, damit man Fallen muss!
Niemand wird gerechtfertigt durch das Gesetz, allein durch den Glauben.
Aber es bleibt still. Diese Stille das schreit aber: Da ist nichts!

Diese Wolken, diese Erkenntnis, dass es da gar nichts gibt, nur Leere, nur Schreien nach Erlösung, aber keine Erlösung, verbergen den unwirklichen göttlichen Himmel. Die Ausgeburt gequälter Seelen. Dem Himmel, den niemand sehen kann, weil es ihn einfach gar nicht gibt!!

Eli, Eli, lama asabtani

Warum hat uns Gott verlassen? Warum besucht er uns nicht? Weil es ihn einfach nicht gibt! Ein liebender, mitfühlender Gott würde uns doch nie verlassen.
Ein liebender Gott würde doch seine Geschöpfe, die er selbst gemacht hat, nicht völlig verlassen, in eine chaotische Welt, ins fressen und gefressen werden schicken.
Er würde sich doch nicht so verstecken, wie er sich verstecken muss, falls es ihn dennoch gibt.

Kommentar zu Unleben

Drei Strohen zu vier Versen

Unleben - Depression

Grau - als Farbe der Depression. Das sind ganz eindringliche Strophen von Dir, welche die Freud- und Hoffnugslosigkeit einer Depression beschreiben.

Ein gelungener Text, eben weil Du das so gut beschreibst, obwohl der Zustand natürlich furchtbar und schrecklich ist. Aber das Gedicht finde ich gut.

Besonders gut finde ich:

Der Tag ins Grau geflossen
Sonnenschwund die Augen beißt
Ein nicht-neuer Tag
Sein Grau in meinen Mund erbricht

Kommentar zu Brunnengrund

Drei Dreizeiler.

Es geht um einen Brunnen, genauer den Grund dieses Brunnens.

in der ersten Strophe bekommt der Brunnen seinen Ort. Er ist verborgen, erst in der Nacht zerpflügt die Sehnsucht nach diesem Brunnen die Brust.

in der zweiten Strophe schreit das Gemäuer des Brunnens nach den nassen Fingern und schluckt den Wahnsinn des lyrischen Ichs.

in der dritten Strophe tropft Blut in den Brunnen und verschmilzt mit dem Brunnengrund.

Ein Brunnen spendet Wasser und Leben, aus seiner Tiefe schöpft man.
Dieser Brunnen ist verborgen, Nachts aber hat das Ich Sehnsucht nach diesem Brunnen. Der Brunnen schreit auch nach den nassen Fingern des ich, der Berührung durch die nassen Finger. Umgekehrt schluckt er den Wahnsinn des ich.
But tropft in den Brunnen, bis in den Grund.

Der Geliebte als Brunnen? Der Geliebte ist verborgen, nicht da. Schreit aber auch nach der Geliebten, beruhigt Sie, schluckt ihren Wahnsinn. Das But der Geliebten sinkt in den Grund des Geliebten. Die Seele der Geliebten vereinigt sich mit
der Seele des Geliebten. Denn die Körper können sich nicht vereinigen.
Der Geliebte ist ja verborgen, nicht unmittelbar zugänglich, erfahrbar.
Nur in der Sehnsucht trifft man sich Nachts.

Aber es gibt eine Differenz, der Wahnsinn des Ichs wird -granitkalt- (schönes Wort)
geschluckt. Emotionsloses zuhären vielleicht, ohne Gefühl, während süß nach den Fingern der Geliebten gerufen wird. Ein kalter und sclammiger Liebhaber ist er.
Die Seele ist nicht rein, klar.

Sehr schönes Gedicht, das man recht tief ausdeuten kann.

Kommentar zu Regenbogen VI - Gelber Sommer

Vier Strophen, je vier Zeilen, teilweise gereimt.


Statt:

Über’n Grillplatz fix und lustig --> fix zum Grillplatz, lachend, lustig

Manche Verse holpern etwas. Musste hin und herschieben und
etwas anders formulieren, damit es meiner Ansicht nach
besser klingt.

Die Tulpe vollgesogen, satt
Ist auf der Fensterbank verdorrt.
Mittagshitze setzt uns matt,
bläst uns alle Hoffnung fort.

Eine Wolke fett und bauschig
Weißer Amboss aufgetürmt
Das gelbe Gras wogt lauschig
in Winden blütenstaubgesättigt

Mit off’nen Armen empfangen wir dich
Erster Regen im gelben Sommer.
-----------------------------------------

Das Gedicht erzählt eine kleine Episode.
Der erste Gwitterregen des Sommers.

Die Kinder spielen, rennen,
während die Blumen und Erwachsenen
von der Hitze bezwungen werden.

Die Gewitterwolken türmen sich auf.

Alle sind über den Regen erleichtert!

Kommentar zu Der Lauf des Lebens

Sehr schön, lieber Herbert,
unser Leben hat ein Anfang und ein Ende. Irgendwann fährt der Zug ohne uns weiter!! Das ist der Lauf.
Ganz toll geschrieben!!

Herzliche Grüße aus dem zugigen ( noch fährt der Zug) Norden, Sonja

Kommentar zu Freies Wählen

Freies Wählen kann man ja so oder so auslegen, lieber Alf,
ich hoffe Du hast die richtige "Wahl" getroffen!

Herzliche Grüße aus dem richtigwählenden Norden, Sonja

Kommentar zu UNTER DER URALTEN EICHE

Wunderbar geschrieben, liebe Bluepen,
ja, und Schatten spendet er sicher auch!!!!

Herzliche Abendgrüße aus dem schwülen Norden, Sonja

Kommentar zu Lichterloh

Sechs Strophen, teils gereimt.

Statt
Liebe und Lust geschreit
würde ich
Liebe und Lust sie schreit
scheiben.

In Deinem Gedicht wird die Entwicklung einer Liebesbeziehung geschildert.
Die Liebe selbst wird mit Sternenfeuer, also als sehr mächtig, heiß und hell
bezeichnet.


In der ersten Strophe, ein grandioser Beginn. Alle werden neidisch.

Die zweite Strophe dämpft durch eine Vorrausschau die Erwartungen des Lesers ab.
Leser, sei nicht traurig, es ist aber wahr, die Geschichte wird nicht in einem Happy-End enden.

Dritte und vierte Strophe sind sehr ähnlich aufgebaut, die Liebenden teilen sich mit, aber es gibt ein Problem: Zur falschen Zeit. Zu früh, zu spät.
So summieren sich die Irritationen, die Verletzungen.

In der fünften Strophe kommen beide zur Einsicht, dass es so nicht weitergehen kann. Die anderen wissen es auch schon, die beiden halten aber noch zusammen,
verfeinden sich nicht, kein Rosenkrieg, sondern die Erkenntnis ist eine gemeinsame und der Weg zur Trennung ist ein gemeinsamer Weg Hand in Hand.

Die letzte Strophe schildert die Auflösung, die Trennung, die Brücke zwischen den Partnern wird fast feierlich, gemeinsam verbrannt. Sie sind nicht froh, keiner der beiden, sondern trauern gemeinsam um Ihre Liebe.

Ein schöner Bilderbogen. Allerdings fällt mir etwas auf, am Ende der Beziehung handeln sie gemeinschaftlich, auch zeitlich aufeinander abgestimmt,
während sie zuvor eher unabgestimmt einander gegen die Füße traten.
Es klappte nicht mir der Synchronisierung. Aber als sie endlich gelernt haben, ihre Handlungen abzustimmen, nutzen sie das nur noch dazu, ihre Liebe zu zerstören.
Das ist ein recht dunkles, herbes Bild des Endes. War dieses Ende wirklich notwendig, bei so viel Harmonie am Ende? Fragte ich mich da als Leser.
Aber nachdem ich weiter gedacht habe, kam mir die niederschlagende Erkenntnis, das es einfach viel leichter ist, etwas zu zerstören, als etwas aufzubauen. Bei der Zerstörung braucht man sich nicht so exakt abstimmen, als beim Aufbau.


Das Gedicht ist wirklich gelungen! Man kann ganz viel nachdenken.

Kommentar zu Regenbogen V - Die Kindheit Indigo

Drei längere Strophen.

drei Momentaufnahmen eines Lebens in der Erinnerung.

In der ersten Strophe ist es die Kindheit, kann ein Photo sein, da die Situation durch Eigenschaften der Haare, Position der Personen zueinander, beschreiben wird.
Auch bei der zweiten Strophe denke ich an eine Photoaufnahme.
Am Strand, ein Farbfoto.

In der dritten Strophe wird der Augenblick einer Photoaufnahme verlassen.
Die Jugend, die Liebe, jeweils längere Vorgänge werden erwähnt.
Dennoch sind dies Zustände sehr aktiv.

Zunächst wird durch die Beschreibung des Zimmers an die Kindheit erinnert.

Kinderzimmer
Vorhangssamt
Mit Sternen drauf

Dann geht alles doch sehr schnell:

Durch das Fenster
Reingerannt
Die Jugend

die Jugend rennt herein -- ein schönes Bild,
ausgebrochen die Akne -- das ist noch nichts besonderes
aber auch: Ausgebrochen die Liebe -- ein schönes Bild.

Was für mich nicht ersichtlich ist, was das alles mit der Farbe indigo zu tun hat.
Auch der Himmel ist nicht indigo sondern dunkelblau.
Vielleicht erschließt sich das durch die Anordnung der Farben im Spektrum,
wenn man alle Deine Regenbogengedichte zusammen sieht.
Das Gedicht zeigt in Einzelbildern eine Entwicklung von der Kindheit in Photos, vielleicht weil das lyrische Ich sich nicht an diese Zeit erinnern kann, besonders an die exakte Position, den Gesichtsausdruck. Die Kindheit ist nicht als Erinnerung, sondern als Photo gegenwärtig. Selbst an die Aufnahme kann man sich nicht erinnern. Die Jugend aber, hält die Erinnerung fest, ist nicht durch ein einzelnes Photo festgehalten sondern ist ganz dynamisch. Damit gibt es folgenden Übergang.

Kindheit - statisch - Augenblicke auf Fotos - nicht mehr direkt erlebbar
Jugend - dynamisch - Erlebnis wird erinnert

Der Titel aber ist Kindheit - Indigo. Ein wenig hat das Indigo für mich eine Alibifunktion, da ich die Farbbedeutung nicht sehe.

Trotzdem ist der Übergang Kindheit - Jungend sehr schön beschrieben!

Kommentar zu Regenbogen V - Die Kindheit Indigo

Drei längere Strophen.

drei Momentaufnahmen eines Lebens in der Erinnerung.

In der ersten Strophe ist es die Kindheit, kann ein Photo sein, da die Situation durch Eigenschaften der Haare, Position der Personen zueinander, beschreiben wird.
Auch bei der zweiten Strophe denke ich an eine Photoaufnahme.
Am Strand, ein Farbfoto.

In der dritten Strophe wird der Augenblick einer Photoaufnahme verlassen.
Die Jugend, die Liebe, jeweils längere Vorgänge werden erwähnt.
Dennoch sind dies Zustände sehr aktiv.

Zunächst wird durch die Beschreibung des Zimmers an die Kindheit erinnert.

Kinderzimmer
Vorhangssamt
Mit Sternen drauf

Dann geht alles doch sehr schnell:

Durch das Fenster
Reingerannt
Die Jugend

die Jugend rennt herein -- ein schönes Bild,
ausgebrochen die Akne -- das ist noch nichts besonderes
aber auch: Ausgebrochen die Liebe -- ein schönes Bild.

Was für mich nicht ersichtlich ist, was das alles mit der Farbe indigo zu tun hat.
Auch der Himmel ist nicht indigo sondern dunkelblau.
Vielleicht erschließt sich das durch die Anordnung der Farben im Spektrum,
wenn man alle Deine Regenbogengedichte zusammen sieht.
Das Gedicht zeigt in Einzelbildern eine Entwicklung von der Kindheit in Photos, vielleicht weil das lyrische Ich sich nicht an diese Zeit erinnern kann, besonders an die exakte Position, den Gesichtsausdruck. Die Kindheit ist nicht als Erinnerung, sondern als Photo gegenwärtig. Selbst an die Aufnahme kann man sich nicht erinnern. Die Jugend aber, hält die Erinnerung fest, ist nicht durch ein einzelnes Photo festgehalten sondern ist ganz dynamisch. Damit gibt es folgenden Übergang.

Kindheit - statisch - Augenblicke auf Fotos - nicht mehr direkt erlebbar
Jugend - dynamisch - Erlebnis wird erinnert

Der Titel aber ist Kindheit - Indigo. Ein wenig hat das Indigo für mich eine Alibifunktion, da ich die Farbbedeutung nicht sehe.

Trotzdem ist der Übergang Kindheit - Jungend sehr schön beschrieben!

Kommentar zu Freies Wählen

Genau!
Ich danke Dir!

LG Alf

Kommentar zu UNTER DER URALTEN EICHE

Sehr gelungener Text, der eine beeindruckende Baumnatur beinhaltet. In dessen Schatten würde ich jetzt, bei dieser Hitze, auch gern sitzen und träumen.

Lg Herbert

Kommentar zu Freies Wählen

Hallo Alf,

das ist Grundbedingung, die freie Partnerwahl.

LG - Bluepen

Kommentar zu Durch ihr Leid...

Lieber Bernd,

diese Beschreibung ist mir bekannt, Hab ich auch schon durchgemacht und es hat sich ausgezahlt.

LG - Bluepen

Kommentar zu Der Lauf des Lebens

ich schließe mich einfach Bluepen an...
besser kann ichs auch nicht sagen!

LG Alf

Kommentar zu UNTER DER URALTEN EICHE

einfach fantastisch - beides!

LG Alf

Kommentar zu Das Geschenk Xlll

Liebe Bluepen,
Andersdenkende wurden gerädert, gestreckt oder verbrannt, oder noch schlimmeres (das gab es auch).
Dem bin ich Gott sei Dank auch entronnen, denn ich glaube, ich wäre sicher so wie Elsbetha gewesen.

Herzlichen Dank fürs Lesen
und viele Sonnengrüße aus dem Norden, Sonja

Kommentar zu SOMMERPOTPOURRI

Danke ihr Lieben,
ich freue mich immer wieder, wenn meine Texte gerne gelesen werden und inspiriert mich zu neuem.

LG - Bluepen

Kommentar zu Hundstage

Hallo Herbert,

du hast ja sooooo recht. Besonders in der Stadt schwitzt man sich zu Tode. Ich muss echt vorsichtig sein.

LG - Bluepen