Der Herbst tritt leis durch buchenroten Wald
und schreibt sein Ende in das fahle Licht;
der Wind zählt Blätter, jedes früh schon alt,
doch was er nimmt, das widerruft er nicht.
Die Eiche trägt ihr letztes grünes Kleid,
als hielte sie den Sommer noch im Sinn;
doch jeder Zweig bekennt sich schon zur Zeit
und gibt, was reifte, ohne Klage hin.
Im Nebel wird der ferne Weg zum Schweigen,
ein Specht schlägt Zeit aus morschem Holz hervor;
die Pilze aus dem dunklen Boden steigen,
als höbe sich Vergänglichkeit empor.
So lehrt der Wald, was Menschen selten sehn:
Nur was vergeht, kann ganz im Dasein stehn.
Kommentar:Wie wahr! Ein Gedicht mit Klasse.
Ich mag das Denken. Und den Blick für das Leben. Das ist einfach klug. Ich wünsche ein schönes Wochenende! MfG Klaus
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