Beschreibung des Autors zu "Die Suche nach dem Sein"
Die Klapphornstrophe spielt mit einer klassischen Frage der Philosophie:
dem Verhältnis von Sein und Nichts.
Die beiden Weisen behandeln das Sein zunächst wie einen Gegenstand, den man suchen und finden könnte. Die Pointe kehrt diese Vorstellung absurd um: Gerade nachdem die Suchenden nichts gefunden haben, wird das Nichts selbst zum anwesenden Akteur und besetzt den verlassenen Ort.
Der Unsinn trägt damit einen ernsthaften Gedanken:
Selbst das Nichts lässt sich kaum denken, ohne ihm sprachlich bereits eine Form des Seins zu verleihen.
Der Mond zerbricht im Teich zu Silberstücken,
Ich schau hinaus mit eingetrübten Blicken.
Wo ist die Liebe? Werd ich einsam sterben?
Mein wundes Herz, es blutet aus den [ ... ]
Zuerst zu beachten wär' wohl dabei,
die Herrn der Schöpfung, sind nicht einerlei,
am besten vermutlich einfach gemacht,
so habe ich es für mich ausgedacht:
Die Rotbuche gibt ihr Kupfer frei,
der Ahorn legt sein Feuer nieder,
und über abgeernteten Feldern
zieht der Wind die Spuren des Sommers
in die feuchte Erde.