Wo der Weg beginnt, ist das Ziel noch stumm,
und die Welt scheint offen, in Werden und Raum.
Doch Parmenides spricht aus gedankenernstem Mund:
Nur das, was ist, bleibt – Wandel ist Traum.
Zenon stellt Pfeile in bewegte Luft.
Sein Lauf bleibt stehen, sein Denken geht.
„Was eilt, betrügt; was scheint, verrinnt –
nur wer nicht folgt, versteht.“
Melissos weitet das Eine weit –
kein Anfang mehr, kein letzter Ort.
„Was grenzenlos in sich besteht,
ist jenseits von Geburt und Wort.“
Dann tritt Epiktet mit ruhigem Blick
und Ketten am Fuß, doch freiem Geist:
„Nicht was dir widerfährt, entscheidet dich,
sondern was du daraus weißt.“
Seneca lächelt dem Ende ins Licht,
inmitten der Zeit, im Rückzug aus Hast:
„Nutze den Tag, doch nicht um zu rennen,
sondern damit er dich nicht verpasst.“
Und Mark Aurel – der Kaiser still –
blickt in das Weltgefüge rund:
„Was dir geschieht, gehört zum Ganzen –
sei du der denkende Grund.“
So geht der Weg, und keiner geht allein.
Der Wandel fließt im bleibenden Sein.
Und wer sich fragt, woher, wohin –
beginnt zu ruh’n – inmitten des Sinns.
Die Kälte lockt den Willen, meine Kindlichkeit zu leben,
wenn der Winter seine Pracht mir vor die warme Haustür legt.
Wie ins Geheim, im Stillen, tanzen Flocken mir entgegen,
dass mein pochend [ ... ]
Warum ist mein Leben so voller
Wahrheit? Ich trinke Morgens
für Stunden Kaffee. Denke an
Märchen, Engel, Wunder und
Paradiese. Und Musik spielt im
Kopf. Und Tänze wecken den Tag.
Und [ ... ]