Steinzeit ists, die Tage sind sehr schwer zu meistern,
Der Mensch ist ausgeliefert allen guten Geistern…
Und niemand ist sich seines Glücks gewiss –
er herrschen Krallen Listen und Gebiss!
Da bricht der Jäger sich den Speer wie einen Knochen!
Der Tod ist diesem Menschen schon versprochen…
Die Beute kommt bereits, ganz teuflisch im Galopp,
auf ihren Mörder zu, um sich wohl selbst zu retten.
Darauf würd‘ jetzt wohl jeder gerne wetten –
da kommt von andrer Seite: Hopp, hopp, hopp,
das Schicksal angewuchtet, engelsgleich und stark.
Nun muss sie warten, die Beisetzung ganz ohne Sarg!
Denn von einem fremden Stamm ist angekommen
ein ganzer Pulk Bewaffneter, die Hunger haben –
die Spur des Untiers war von ihnen aufgenommen!
Sie stürmen aus der Deckung, einem Graben,
der sie bisher streng verbarg vor allen Blicken –
nun fallen sie, mit Steinen und mit Stricken,
bevor es unseren armen Jäger töten kann,
das ungeschlachte Riesen-Höllen-Untier an
und ringen es zu Boden, wo sie es erschlagen!
Wir hören alle Engel und den Teufel klagen:
„Wie grausam ist doch das Naturgesetz!“
Man schleppt das tote Fleisch mit einem großen Netz,
hinweg, ins Lager, wo bereits Familien auf Essen warten:
Es gibt Mark und Muskeln und auch Schwarten…
Für jeden Unhold ist noch etwas Gutes da!
Jedoch der Jäger, dessen Speer gebrochen,
hat einen wilden Racheschwur gesprochen…
„Das zahle ich euch heim, ihr fürchterlichen Diebe!“
Er übersah dabei des Zufalls wundersame Liebe!

Des Zufalls wundersame Liebe

© Alf Glocker


© Alf Glocker


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Beschreibung des Autors zu "Des Zufalls wundersame Liebe"

Dieser Text bezieht sich auf eine Zeit auf der es allein drauaf ankam den Tag zu überleben!

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