Steinzeit ists, die Tage sind sehr schwer zu meistern,
Der Mensch ist ausgeliefert allen guten Geistern…
Und niemand ist sich seines Glücks gewiss –
er herrschen Krallen Listen und Gebiss!
Da bricht der Jäger sich den Speer wie einen Knochen!
Der Tod ist diesem Menschen schon versprochen…
Die Beute kommt bereits, ganz teuflisch im Galopp,
auf ihren Mörder zu, um sich wohl selbst zu retten.
Darauf würd‘ jetzt wohl jeder gerne wetten –
da kommt von andrer Seite: Hopp, hopp, hopp,
das Schicksal angewuchtet, engelsgleich und stark.
Nun muss sie warten, die Beisetzung ganz ohne Sarg!
Denn von einem fremden Stamm ist angekommen
ein ganzer Pulk Bewaffneter, die Hunger haben –
die Spur des Untiers war von ihnen aufgenommen!
Sie stürmen aus der Deckung, einem Graben,
der sie bisher streng verbarg vor allen Blicken –
nun fallen sie, mit Steinen und mit Stricken,
bevor es unseren armen Jäger töten kann,
das ungeschlachte Riesen-Höllen-Untier an
und ringen es zu Boden, wo sie es erschlagen!
Wir hören alle Engel und den Teufel klagen:
„Wie grausam ist doch das Naturgesetz!“
Man schleppt das tote Fleisch mit einem großen Netz,
hinweg, ins Lager, wo bereits Familien auf Essen warten:
Es gibt Mark und Muskeln und auch Schwarten…
Für jeden Unhold ist noch etwas Gutes da!
Jedoch der Jäger, dessen Speer gebrochen,
hat einen wilden Racheschwur gesprochen…
„Das zahle ich euch heim, ihr fürchterlichen Diebe!“
Er übersah dabei des Zufalls wundersame Liebe!
Geboren und Gestorben
Leben und Tod
Wachsen und Schrumpfen
Klein und Groß
Weiss und Schwarz
Dick und Dünn
Schmal und Breit
Hungrig und Satt
Nah und Fern
Innen und [ ... ]
Wann ist es an der Zeit für uns zu gehen,
selbst wenn noch völlig ungewiss wohin.
So wertbefreit manchmal auch jeglich Sinn,
was bringt uns der Versuch es zu verstehen.
Es kam mal vor, da kam mir zu Ohr,
ich solle andere Leben achten,
so wie sie es mit meinem machten.
Doch ich war naiv und dachte nicht daran,
dass andere unterscheiden,
wer dazu gehört und [ ... ]