Das Messer

Das Messer

Es kann sein heute Nacht dass ein Mordfall geschieht
die Indizien dafür sind zwei Briefe an dich
Mit poetischem Inhalt und Fotographien, Telefon
Und Adresse sowie Name der Dame

Und ich geh' durch die Kälte wie in einem Film
Unter meinem Gewand ist ein Messer versteckt
Und ich suche sie heim und ich schlitze sie auf
Und ich schaue mir an wie dein Täubchen verreckt

Und ihr Blaubeerenmund, den jetzt niemand mehr
Braucht und das zärtliche Lachen sind auf und davon
Doch die Stadt bleibt die Stadt und der Herbst
bleibt der Herbst, und im Grunde genommen ist
gar nichts passiert.

Auf den Fotografien sieht sie aus wie ein Prinz der
Sich unsterblich wähnt nach gewonnener Schlacht
Doch ich bin auf ihrer Spur, und ich bringe die
Wunde und ich bringe den Schrei
Seht ich habe das Messer, und das Messer ist scharf
Und ich schlachte die Wölfin nach der du dich sehnst
Und ihr Blut wird das Brautkleid des Abschieds sein
Sie kann ruhig laufen - ich hol' sie schon ein ....

So wein' doch nicht, Marie, Marie, hab' keine Angst
Die Briefe gibt es nicht, ich glaub', die gibt es nicht,
Ich sag' das Alles nur um mich zu quälen


© André Heller/Erika Pluhar


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Beschreibung des Autors zu "Das Messer"

Eine richtig schön gruselige Geschichte, die einem wahrlich Albträume machen kann ...

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