Es war ein Tag aus bleichem Grau,
die Stunden schwiegen, stumm und schwer,
kein Lied, kein Ruf, kein warmes Blau,
nur leere Wege – innen, leer.
Die Welt lag still in müder Hand,
als sei sie aus Gedanken Sand.
Kein Ziel in Sicht, kein Stern, kein Plan,
nur Fragen, die der Wind vergramt.
Ich sprach zum Spiegel: Wer bin ich,
wenn alle Bilder brechen?
Er schwieg – und dennoch sprach er nicht
vom Fallen, sondern: Wecken.
Denn unter Schmerz, so leis und sacht,
regt sich ein Flüstern, das erwacht.
Ein Same trotzt der dunklen Zeit –
er wurzelt tiefer, still und weit.
Die Tränen, einst aus Schwäche satt,
sind Tau, der neue Kräfte hat.
Die Wunden, die mich müd gemacht,
sind Fenster für das Morgenlicht.
So stehe ich, noch nicht ganz frei,
doch aufrecht zwischen Jetzt und Mai.
Der Weg bleibt schmal – das Herz wird weit:
Denn Hoffnung geht durch Dunkelheit.
Ich setzt mich hin und denke mir,
bring wieder mal was zu Papier!
Ob kluge Zeilen oder dumm,
sag einfach was – sei nicht mehr stumm!
So viel geschieht in dieser Welt,
das nur den wenigsten [ ... ]
Ein Name fällt ins flimmernde Licht,
getragen von Stimmen, doch kennt man ihn nicht.
Ein Flüstern wird lauter, ein Schatten wird groß,
und plötzlich erscheint etwas völlig [ ... ]
Es war nicht besonders schwierig, diesen Raum zu sehen; ein geringer Ruck meinerseits und dann lag er vor mir: der andere Raum, die andere Welt. Sie war in weißes Licht getaucht. Darin gab es viele [ ... ]
Menschen zu berühren,
Menschen mit ihren Gefühlen zu entführen.
Zu sehen, was sie empfinden, ohne sie wirklich zu kennen,
meine Gabe, mich in diesem Spiegel zu trennen.
Das Wasser nagt am morschen Steg,
der Rost frisst stumm am Eisen.
Ein Möwenschrei verliert den Weg
im Grau vergangner Reisen.
Ein Kranarm beugt sich müd und schräg,
als wollte er schweigend [ ... ]