Sommerwind

Die rote Blume steht allein im gelben Feld.

Betäubend schön.

Ihr Duft streicht mir über die Haut.

Schmeicheln die Sinne.

Macht mich mit dem Leben vertraut.

Ihr Rot ist das Rot, das bleibt, das Rot der Liebe,

Das Rot des Lebens in mir.

Rote Blume, schwarzes Feld.

Alles endet, was uns hält.

Doch du brennst in meinem Blick, Stück für Stück und Schritt für Schritt.

Rote Blume, ich vergehe, sehe dich fallen und ich sehe,

wie du lächelst, ungezähmt,

wenn das Leben Abschied nimmt.

Herbst steht still.

Die rote Blume friert.

Verliert ihr Sommerkleid im Sommerwind.

Die Farben werden schwer.

Betörend schön auch im Sterben.

Dem Leben zugewandt singst du ein letztes Lied.

Ein Lied vom Festhalten.

Vom Lassen.

Vom Gehen.

Vom leisen Verblassen.

Und vom Wiedersehen.

Rote Blume.

Schwarzes Feld.

Alles endet, was uns hält.

Doch du brennst in meinem Blick, Stück für Stück und Schritt für Schritt.

Rote Blume, ich vergehe, sehe dich fallen und ich sehe,

wie du lächelst, ungezähmt,

wenn das Leben Abschied nimmt.

Winter atmet.

Der Himmel wird schwer.

Die blauen Wolken erzählen dir ein Gedicht über die Wiederkehr.

Dass jedes Fallen zum Ankommen wird, dass jede Leere eine Wiege birgt.

Sommer kommt.

Irgendwann.

Irgendwo.

Und im gelben Feld.

Sehe ich dich wieder blühen.

Rote Blume.


© [email protected]


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Kommentare zu "Sommerwind"

Re: Sommerwind

Autor: Jens Lucka   Datum: 03.02.2026 16:00 Uhr

Kommentar: Auch ich freue mich über ihre Wiederkehr ;-)

Liebe Grüße von Jens

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