Liebe ist bedingungslos.
Sie lebt in der Wahrhaftigkeit und kennt keine tiefgreifende Lüge.
Sie wünscht dem anderen das Beste, auch wenn es bedeutet, selbst Schmerz zu tragen,
denn wahre Liebe kann loslassen, damit der andere glücklich werden kann.

Sie ist Vergebung und Verzeihen,
Respekt und Verständnis,
Demut und Dankbarkeit,
Sie ist das streben nach Harmonie,
eine tiefere Verbindung.
Sie achtet die Bedürfnisse des anderen und trägt gemeinsam durch die Prüfungen des Lebens.
Sie schenkt Vertrauen und Geborgenheit,
Sie teilt Verletzlichkeit und Hoffnung.

Liebe ist ein Raum, in dem sich beide frei entfalten dürfen,
getragen von gegenseitiger Unterstützung.
Und im Innersten ist Liebe die Resonanz zweier Herzen,
die im gleichen Rhythmus schwingen
zart, kraftvoll, unendlich und unabhängig von Distanz.

Doch Liebe lebt nicht allein im Unsichtbaren:
Sie wird spürbar; durch Taten, in Nähe, in Berührung, im Blick,
in der Sinnlichkeit des Körpers, die Seele und Herz miteinander verbindet.

Und doch bleibt Liebe nie dieselbe.
Sie wandelt sich mit den gemeinsamen Momenten,
reift mit den Prüfungen, wächst mit der Zeit.
Mal leise, mal gediegen, mal wild, mal stürmisch,
doch immer getragen von der Sehnsucht nach tiefer Verbundenheit.

Liebe beginnt in uns selbst,
nur wer sich selbst verstehen kann,
wer sich selbst achten und annehmen kann,
wer sich selbst verzeihen kann,
kann diese Fülle auch mit einem anderen teilen.
Das teilen wirkt wie ein Echo, man bekommt Liebe von allen Seiten zurück.

Liebe ist schöpferisch, denn sie bleibt nicht bei sich;
Sie ist die Muse, die Quelle der Inspiration, sie schafft Neues, verändert, gestaltet und hinterlässt Spuren und Abdrücke im Leben.

Liebe ist genau das, was sich alle wünschen, nach dem alle streben, aber viele nicht voll und ganz verstehen.
Sie kann in der Oberfläche entstehen, aber sie endet immer in der Tiefe.

Sie ist Anfangs zerbrechlich wie Glas,
empfindlich und explosiv wie Nitroglycerin,
pflegebedürftig wie ein Pflänzchen.
Aber mit der Zeit wird sie Wurzel stark,
unerschütterlich,
wie ein Fels in der Brandung,
Sie wird notwendig wie das Wasser in der Wüste oder das Feuer in der Kälte.

Liebe leidet im Zweifel, in der Eifersucht
und stirbt langsam in der Missachtung, in der Gleichgültigkeit.
Ihr Tod ist niemals sofort,
sondern schleichend, voller Schmerz und Leid.

Und doch,
solange ein Funken bleibt,
trägt Liebe immer auch die Kraft in sich,
neu zu entflammen.

Die Kunst liegt nicht darin sich zu verlieben,
sondern darin verliebt zu bleiben.


© Michele Nico Borriello


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