Und wenn Gott mein Hirte ist –
bin ich dann das Schaf?
Folgsam. Vertrauend.
Doch wer garantiert mir,
dass ich nicht das Opfer bin?
Das, das man schlachtet,
für ein höheres Ziel, das ich nicht verstehe?
Ich zweifle.
Oft ohne Grund.
Oder vielleicht ist der Grund zu tief,
zu alt,
zu schmerzhaft,
um ihn noch zu sehen.
Siehst du seine Wunder nicht?
Die Sterne, das Meer, das Atmen,
der Zufall, der keiner war.
Er ist es.
Er – der Himmel und Erde sprach und sie standen da.
Und doch…
Gewisse lachen.
Sagen: „Es gibt keinen Gott.“
Oder schlimmer:
„Dein Gott ist ein Zauberer. Ein Märchenerzähler. Eine Projektion.“
Ich höre sie.
Und dann denk ich:
„Scheiß drauf. Dann schreib ich meine eigene Bibel.“
Eine, in der Zweifel erlaubt ist.
Eine, in der man auch schreit.
Eine, in der Schafe bluten und trotzdem glauben.
Das Leben ist ein Geschenk wie eine Wundertüte
Auf dass jeder der dieses Geschenk bekommt es gut hüte
Und wie bei einer Wundertüte jeder ganz schnell merkt
Keiner kann im Voraus wissen was da [ ... ]
Ich trage ein T Shirt, nur so mal zum Schlecken,
um vielleicht irgendwo mein Eis zu entdecken.
Habs immer dabei, für die Spontanität,
falls mein Auge nen cremigen Laden erspäht.
Wenige Hundert Meter. Bis zum Bahnhof. Am Rande der Stadt. Für die alte Frau anstrengend. Die Deichsel des Handwagens drückt. Der klapprige Wagen ruckelt. Auf rauen Gehwegplatten. Poltert. Ihre [ ... ]
Vor langer Zeit
wartete ich
auf die Erfüllung meiner Wünsche.
Erst später spürte ich,
dass meine Erwartungen
nicht durch Andere entstehen,
sondern in mir.
Inzwischen haben sich
meine [ ... ]
Ich öffne das Fenster und schon donnert die Straßenbahn durch das Wohnzimmer. Mit lautem Klingeln durchquert sie den kleinen Raum und reißt alles mit sich, was zu nahe [ ... ]