Es ist doch sooo leicht an die Liebe zu glauben! Fest verwurzelt ist sie im Universum und überall wo ein Planet entsteht setzt sie sofort, nein umgehend ein.
Jede Pflanze streckt sich nach der Decke und nimmt anderen das Licht, jeder Fisch frisst seinen Nächsten, den er zum Fressen liebt. Ebenso ergeht es den Landtieren…die Pflanzenfresser machen alles kahl, wenn sie überhandnehmen, ansonsten fressen sie was reingeht. Aber damit es nicht zu viele werden gibt es Raubtiere, die ihre Opfer manchmal sogar bei lebendigem Leib auffressen. Sie reißen sie in kleine verdauliche Stücke, weswegen der Erfolg ihres Handelns auch öfter als „Riss“ bezeichnet wird.
Aber sie tun nicht nur das, die lieben Tierchen. Sie vergiften, sie spinnen ein, sie spielen mit ihren sterbenden Opfern, sie würgen, sie schlagen und sie beißen, daß es eine wahre Freude ist…aber sie „lieben“ natürlich auch. Immer wenn sie einen andersgeschlechtlichen Paarungsgenossen- eine Genossin erblicken, dann haben sie nicht anderes im Sinn als sich um sie/ihn herum zu schlängeln, sie Fäden zupfend zu betören. Und dafür lassen sie sich dann auch manchmal töten. So schön kann Liebe sein!
Bei den staatenbildenden Insekten ist es ein wenig vernünftiger. Da passiert was passieren muss! Das ist ganz einfach und dabei sterben die Männchen nach getaner „Arbeit“ wenigstens grundsätzlich, weil sie nicht mehr gebraucht werden. Aber diese Insekten geben das wenigstens zu! Ob dabei Liebe im Spiel ist kann weder eindeutig bestritten noch schamlos behauptet werden – doch das Leben geht einfach weiter…wenn dasss nicht Liebe ist.
Bei den Zuchttieren werden die Exemplare einander zugeführt, damit sie fruchtbar seien. Das ist dann ein bisschen so wie bei primitiven Religionen und oder Bräuchen in einem Bereich der sich schon ganz nahe an der Zivilisation bewegt – wenn auch nicht wirklich!
Beim echten Menschen schließlich ist alles Liebe! In allen Ländern der Erde versteht sie sich, samt ihrer Fruchtbarkeit, aber eher als Fluch, da sie, so sie sich ungehindert entfaltet, meistens Not und Verderben bringt! Z.B. wenn die Eltern den Geburtenüberschuss einfach nicht mehr ernähren können. Doch das tut der Liebe eben keinen Abbruch, denn es gibt ja immerhin noch anderswo Reste technisch, bzw. geistig vergleichsweise hochentwickelte Gegenden, wo 1. genug zu essen vorhanden ist und 2. alles geliebt werden darf, kann, nein muss was nicht bis 3 auf’m Baum ist. Dorthin gehen alle die es nicht selber geschafft haben einen halbwegs vernünftigen Lebensstil zu erzeugen…um terroristisch tätig zu werden!
Sie zeigen den dort lebenden dekadenten Lebensformen was eine Harke ist, wer abgeschlachtet werden soll, kann und darf und warum ein Mensch auf keinen Fall aussehen muss wie Menschen eben aussehen, die einen halbwegs vernünftigen Lebensstil entwickeln können, sondern danach welcher Gott die Welt regiert, welcher Mann „Ehre“ hat und welche Frauen als Sklavinnen behandelt werden sollen, können, müssen.
Das alles ist „Liebe“! Die Liebe Gottes zu seinen relevantesten Raubtieren, die Liebe zu sich selbst, wenn man zu den Raubtieren gehört – vor allem aber jene Liebe, die einfach alle Probleme durch das sogenannte „Positive Denken“ löst und damit den Übertölpelten das Sterben leichter macht, denn der Tod liebt alle Wesen der Welt gleichermaßen!
Wo lebt Gott? Das ist die Frage!
Kein Denken mehr mit Maske.
Kein Wort mehr ohne Licht. Kein
Blick mehr mit Lügen. Kein Weg
mehr ohne Herz. Nur Klarheit.
Und das Leben ohne Wunden.
Und [ ... ]
Die Kerzen leuchten warm und hell,
Ein letztes Mal in diesem Haus, so schnell.
Familie kommt von nah und fern,
Ein jeder Blick ein kleiner Stern.
Die Kinder lachen, spielen froh, [ ... ]