ZITAT: "Wir Menschen sind Tiere im unsichtbaren Dschungel namens Welt"
FRAGE: Wann beginnt der Ernst des Leben? Wann anfangen, seinem Kind die Realität mitzugeben?
ANNAHME: Als Kind wird man in eine Art Dornröschen Schlaf hineingeboren. In einer Traumwelt geschützt, lebt es abseits des Dschungels in einem zeitlosen Spiel. Aus diesem wird es einen Tages geweckt.
FRAGE: Ab wann den Sprung von einer realitäts*fernen* Erziehung in die Realitäts*nahe* wagen?
ANNAHME: Im "Überschützen" zögern wir das Aufwachen hinaus und damit auch das Wachstum hin zur eigenständigen Persönlichkeit. Diese wird im Laufe der Entwicklung immer lauter, kann sich in Form von Rebellion zeigen, und bahnt sich so ihren Weg.
Um in der Realität, im unsichtbaren Dschungel, alleine klarkommen zu können, braucht das Kind eine leitstarke Erziehung.
Realitäts*fern* erzogen zu werden äußert sich in einem Gefühl der Machtlosigkeit. Das Kind hat keine eigene Meinung, ist der schweigsame Mitläufer, passt sich dem Dschungel an. Es zeigt sich unsichtbar und verantwortungslos, verliert sich in Träumen. Nur in der Traumwelt wird die eigenständige Persönlichkeit sichtbar und erfährt Wirksamkeit. Doch das Kind muss gewaffnet sein in diesem Dschungel. Nicht mit Waffen, die Böses tun, sondern das Ziel verfolgen, die eigenen Fähigkeiten und Stärken gewinnbringend einzubringen, sich und sein Umfeld zu schützen und am Leben zu erhalten. Eine Realitäts*ferne* Erziehung macht diesen Dschungel nicht zu einem besseren und lesenswerten Ort.
Die Realitäts*nahe* Erziehung hingegen zeigt sich in dem Bewusstsein für die Ungleichheit und Individualität eines jeden Menschen. Im Verständnis für die unterschiedlichen Lebensweisen der diversen Artenvielfalt. Und im Weitblick für die Zukunft und Möglichkeiten, die wir haben. Der Ernst des Lebens beinhaltet auch, Entscheidungen zu treffen, die Konsequenzen mit sich bringen. Diese menschliche Tierwelt ist bunt und wunderschön, aber auch gefährlich. Tiere, die mit ihren Waffen Böses tun, machen diesen unsichtbaren Dschungel zu einem unsicheren Ort.
ZITAT: "Wer nicht kämpft für das was er darf, wird schnell verlieren, was er ist."
ANNAHME: Die Realität wird anders sein, wenn wir nicht früh genug Aufwachen und unsere Stimme nutzen. Um in Sicherheit träumen zu können, ist es wichtig wachsam zu sein. Wachsam auch mit unseren Kindern.
Eine Realitäts*nahe* Erziehung schützt unsere erträumt Realität, den unsichtbaren Dschungel namens Welt.
Beschreibung des Autors zu "Im Ernst des Dschungels erziehen"
Ich spreche von einem Dschungelleben in Deutschland. Mir ist klar, dass es auf der Welt auch Kinder gibt (Viele!!), die ungeschützt sind, unlieb geweckt werden, wo es in erster Linie ums Überleben und nicht ums Erziehen geht. Leider. Ich schreibe aus einer Freiheit an Möglichkeiten heraus, wohl wissend, dass das welt(politisch)lich nicht die Regel ist.
Sah ich Schuhmacher in Kreisen fahrend in Shanghai,
die Twin Towers in Kuala Lumpur
um Mitternacht mit leuchtenden Augen,
sah Hiroshima in der Frühlingssonne [ ... ]
Stille, Blätter flüstern einen letzten Gruß
bevor sie sanft zur Erde gleiten.
Es trägt sie ein zärtlicher Wind,
er bittet sie zum Tanz, ihrem letzten Tanz.
Ein warmer Tee. Ein Blick aus dem
Fenster. Ein schönes Zimmer. Ein
gemütliches Sofa. Ein Bild als Geiger.
Gute Laune. Und Gedanken, die bis
zu den Sternen reichen. Und nur ein
Funke an [ ... ]
Der Mond zerbricht im Teich zu Silberstücken,
Ich schau hinaus mit eingetrübten Blicken.
Wo ist die Liebe? Werd ich einsam sterben?
Mein wundes Herz, es blutet aus den [ ... ]
Das Wunder des Bebens
Stille im Sitzen
Nur lauschen
Wellenmusik mit Gitarre
Warmer Sand unter den Füßen
Ein Tag stirb
Sonnenuntergang
Und etwas stirbt von dir mit
Sterne weit weg
Und [ ... ]