Sein Gewissen zu beruhigen ist ganz wichtig für eine bestimmte Tierart auf Erden, die sich als „vernunftbegabt“ bezeichnet. Damit hatte sie schon immer Probleme! Aber diese sogenannten „Bisse“ des Gewissens kennen die anderen Tierarten gar nicht. Warum? Weil sich bei ihnen alles von selbst regelt!

Wenn die Heuschrecken schwärmen, dann fressen sie alles kahl und wenn sie alles kahl gefressen haben und es nichts mehr gibt, dann verhungern sie einfach. Das ist ganz einfach! Sie kriegen weder einen Orden fürs Leerfressen, noch sterben sie „heldenhaft“. Sie sind da und dann eben nicht mehr!

Ebenso ist es mit den Wanderungen der großen Herden. Sie ziehen von Weidegrund zu Weidegrund, wo sie, nach bestem Wissen und Gewissen, äsen und fressen was das Zeug hält – und nebenbei werden sie unaufhaltsam mehr. Sie fragen nicht, ob sie sich das leisten können, sie pflanzen sich fort und fort und fort…

Aber das klappt nur, solange sie noch etwas zum Abgrasen haben. Wenn da nichts mehr ist, dann können sie nirgendwohin, wo andere sorgsamer mit den Ressourcen umgegangen sind und sich weniger fortgepflanzt haben, um deren Weiden abzuweiden. Sie werden halt einfach wieder weniger.

Und niemand hat ein schlechtes Gewissen dabei – die Huftiere nicht, die Weidegründe nicht, der liebe Gott nicht und das sogenannte „vernunftbegabte Wesen“ auch nicht. Wer sich schneller verbreitet als es die Umstände zulassen, der stirbt! Das hat niemand aufgeschrieben, das passiert einfach.

Die Raubtiere „helfen“ der Natur sich selbst im Gleichgewicht zu halten. Gibt es mehr Herdentiere, gibt es mehr Fleischfresser – und wenn eine Art deutlich überhandnimmt, dann helfen keine Spenden, dann wird sie durch die herrschenden neuen Voraussetzungen dezimiert. Daran ist nicht zu rütteln.

Niemand im Tierreich ist blöde genug den Vorgang der Geburt heilig sprechen zu wollen! Natürlich wollen alle Tiere sich erfolgreich verbreiten und ihre Welt beherrschen, aber das ist, für die Tiere leider und für die Natur zum Glück: unmöglich! Und das soll schlecht sein?

Nein, nein, bei den Tieren ist das natürlich gut! Sie können ihre Welt ja nicht selber in Ordnung bringen…wie z.B. der Mensch. Wenn sich der Mensch explosionsartig vermehrt, dann baut er zum Ausgleich höhere Wohnhäuser, größere Fabrikanlagen, er entdeckt immer neue Minen, Ölfelder, etc.

Das kann endlos so weiter gehen! Eines Tages wird es Milliardenstädte geben, Fabrikanlagen, so groß wie ganz Brasilien, oder Afrika – und das Essen wird aus Bestandteilen des luftleeren Raumes zwischen den Sternen produziert werden, wobei das Gewissen durch die Aufteilung der Sozialleistungen beruhigt wird.

Und was „Gewissen“ ist, das hat eine Tierart der Spezies „Mensch“ akribisch erlernt! „Gewissen“ = die rücksichtslose Rücksichtnahme! Kein Menschenwesen darf verhungern, egal wie gedankenlos seine Erzeuger waren. „Die jeweiligen Bräuche der entsprechenden Völker müssen gewissenhaft akzeptiert werden!“

Wohin die großen Herden auch ziehen, wo die Heuschrecken einfallen, egal was den Raubtieren einfällt – alles ist gut! Die einen machen‘s halt so und die anderen eben anders. Das darüber Nachdenken kann man getrost den Pferden überlassen – die haben bereits in den Kriegen die Orden bekommen – der größeren Köpfe wegen.

Wenn aber die Pferde, die Krokodile, die Pro- und die Anti-Lopen für uns denken, dann geht wieder mal, ganz wie es die Natur bestimmt, alles „von selbst“. Will heißen: alles wird kahl gefressen! Die Welt wird sich verändern…zum Vorteil derer, die nicht gedacht haben, also auch nichts mit ihr anfangen können.

Die anderen, die nicht selbst herausgefunden haben was „Gewissen“ eigentlich ist, sondern in der Schule lernen mussten, daß es die Heiligsprechung des Dummfleisches bedeutet, werden den Platz räumen müssen, für robustere Sorten, die viel besser verstehen, warum es wichtig ist, daß ihnen der Erdkreis gehört!


© Alf Glocker


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